Lawinensituation bleibt heikel

Die Gefahrenstufe liegt in einem grossen Teil von Graubünden zurzeit bei 3 von 5. Speziell an der Situation ist, dass sich die Lage nur langsam, teilt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung in Davos mit. Schuld ist die schlechte Schneedecke.

Lukas Dürr, Lawinenwarner am Insitut für Schnee- und Lawinenforschung erklärt die Lawinensituation: «Es lag lange Zeit nur wenig Schnee. Die Kristalle in der Schneedecke wurden durch das Wetter in den vergangenen Wochen immer grösser. Dadurch bildeten sich Zwischen- und Hohlräume. Das führte dazu, dass die Schneedecke einem Kartenhaus gleicht. Auf dieses Kartenhaus ist nun Schnee gefallen. Nun reicht das Gewicht eines einzelnen Skifahrers oder Snowboarders aus um dieses Kartenhaus zusammenbrechen zu lassen. Die Schneemenge donnert hinunter».

Die Lage entspannt sich nur sehr langsam. Auch Tage nach dem Schneefall bleibt die Situation heikel. Es lösen sich im Moment überdurchschnittlich viele Lawinen.

Appelliert an Eigenverantwortung

Nicht nur das Institut für Schnee- und Lawinenforschung warnt vor der aktullen Lage. Auch in den Skigebieten machen die Bergbahnen auf die Gefahren aufmerksam. Mit Tafeln, Schildern und Absperrungen informiert man die Skifahrer und Snowboarder über die Lawinensituation. Mehr könne man nicht machen: "Dort wo die Verantwortung der Bergbahnen aufhört, fängt die Eigenverantwortung der Skifahrer und Snowboarder an", sagt Andreas Keller, Mediensprecher gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz».