Lenz: Streit statt Gemeindefusion

Nach dem Nein von Lenz zur Fusion im Albulatal erhebt die Arbeitsgruppe, die diese Fusion erarbeitet, Vorwürfe gegen den Gemeindevorstand: Sie hätte das Projekt an der Gemeindeversammlung nicht präsentieren dürfen. Darum habe sich die Bevölkerung keine neutrale Meinung bilden können.

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Bildlegende: Lenz hat Nein gesagt zur Fusion im Albulatal. ZVG/Adrian Michael

Die Fusion war am vergangenen Wochenende überdeutlich abgelehnt worden. Mit 81 zu 8 Stimmen entschied sich die Gemeindeversammlung in Lenz gegen den Beitritt zur neu geplanten Gemeinde Alvra.

Bei der Arbeitsgruppe für die Fusion sitzt der Frust deshalb tief. Lenz hätte man wegen seiner Grösse gerne dabei gehabt. Das Nein habe er jedoch fast erwartet, sagte Kommissionspräsident Daniel Albertin gegenüber dem «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF. Dies deshalb, weil sie ihre Argumente an der Gemeindeversammlung nicht vorbringen durften, so Albertin.

Gemeindepräsident wehrt sich

Der Gemeindevorstand von Lenz hatte tatsächlich mehrere Vorbehalte gegen die Fusion. Gegen den Vorwurf, man habe das Stimmvolk nicht objektiv informiert, wehrt sich Gemeindepräsident Simon Willi jedoch vehement. Es sei extra eine neutrale Fachperson hinzugezogen worden, um das Projekt zu präsentieren.

Lenz bleibt also vorerst selbstständig. Die Gemeinde würde aber gerne die Fusionsverhandlungen mit Vaz/Obervaz wieder aufnehmen.