Lia Rumantscha – im stillen Kämmerlein…

Die Lia Rumantscha ist unter Druck – und zwar auch von ihren eigenen Mitgliedern. Diese fordern ein forscheres Auftreten und ein stärkeres öffentliches Engagement für die Sache der Romanen, vor allem auch für die Idiome in den Schulen.

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Bildlegende: Duri Bezzola, Präsident der Lia Romantscha, erklärt sich und seine Organisation. zvg

Die Lia allerdings betreibe eher eine stille Politik, sagt ihr Präsident Duri Bezzola. Er ruft seine romanischen Mitglieder auf, sich zuerst mit der Lia abzusprechen, bevor sie an die Öffentlichkeit gehen. Das sei keine Zensur, sondern diene der Sache und der Findung von Lösungen.

Als Beispiel führt die Lia Rumantscha die Diskussion rund um die «Chasa editura» an. Nur weil im Stillen und ohne Öffentlichkeit Lobbyarbeit betrieben worden sei, habe man am Schluss eine gute Lösung gefunden. Ähnlich wolle die Lia auch beim Streit um «Rumantsch Grischun in den Schulen» vorgehen.

Allerdings: Die Lia Rumantscha wird in Sachen «Rumantsch Grischun in den Schulen» auf Nachfrage des Regionaljournals doch etwas öffentlicher und auch konkreter. Die Lia will beim Kanton Druck machen, damit die Lehrmittel auch wieder in den Idiomen gedruckt werden. Wenn nötig gar mit einem politischen Vorstoss im Parlament.