Martin Jäger verteidigt Rumantsch Grischun

Der Kanton Graubünden bleibt dabei: Rumantsch Grischun soll vorerst weiterhin Alphabetisierungssprache in den Schulen bleiben. Dies obwohl die meisten Gemeinden wieder in ihren Idiomen unterrichten. Das sagt Regierungsrat Martin Jäger im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden.

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Bildlegende: Was nun, mit Rumantsch Grischun? Martin Jäger, Bündner Erziehungsdirektor. Keystone

Im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden von SRF erklärt Regierungsrat Martin Jäger: «Rumantsch Grischun ist nicht grundsätzlich gescheitert.» Und: «Auch wenn der Druck jetzt noch so gross wird, ich behalte meine Linie bei.» Er wolle jetzt nicht «husch, husch» seine Schulpolitik ändern.

Erst mit der Einführung des Lehrplanes 21 – also in ein paar Jahren soll die Frage der Alphabetisierungssprache wieder auf den Tisch kommen. Bis dahin bleibt es beim bisherigen System: Die Gemeinden sind autonom, können also selber entscheiden ob sie in ihren Idiomen unterrichten oder in der Standardsprache.