Minderjährige Asylsuchende in Bündner Kloster

Unbegleitete minderjährige Asylsuchende in Graubünden werden künftig auch in einem Kloster wohnen. Die Kantonsregierung hat einen Leistungsauftrag mit dem Dominikanerinnenkloster Cazis per sofort genehmigt.

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Bildlegende: Das Angebot wird vorerst vom Bund finanziert. Kloster Cazis

Im Kloster werden unbegleitete junge Frauen im Status von Asylsuchenden, vorläufig Aufgenommenen und Flüchtlingen ab dem 16. Lebensjahr betreut, wie die Regierung mitteilte.

Nebst dem Bereitstellen eines Wohnangebotes und der Verpflegung muss das Kloster noch weitere Leistungen erbringen. Dazu gehören die Vermittlung in Tagesstrukturen wie Schule oder Berufsbildung, die Unterstützung bei der Freizeitgestaltung sowie die Hilfe beim Zurechtfinden in der hiesigen Kultur.

Das Angebot wird im Internat der Schule St. Catharina in Cazis betrieben. Dort werden zwischen fünf und zehn Jugendliche untergebracht. Die Regierung rechnet mit einem jährlichen Aufwand von bis zu 630'000 Franken. Während der Übergangsphase, bis zum Vorliegen einer definitiven gesetzlichen Regelung zur Verteilung der Kosten auf alle Bündner Gemeinden, wird das Angebot vom Bund finanziert.