Zirkusarbeit für Jugendliche Mit dem Zirkus für das Leben lernen

Seit zehn Jahren werden Jugendliche mit schwierigem Hintergrund im Kleinheim «Nido del Lupo» in Alvaneu auf das Leben vorbereitet. Zirkusarbeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Aber macht der Zirkus aus den Jugendlichen auch bessere Menschen?

Vor zehn Jahren haben Menschen aus dem Umfeld des Zirkus Lollypop beschlossen in Alvaneu Dorf ein Kleinheim mit zirkuspädagogischem Angebot zu gründen. Aus diesem Projekt hat sich das Kleinheim «Nido del Lupo», zu Deutsch «Wolfsnest», entwickelt. Bis heute wurden in dieser kleinen Institution 40 Kinder betreut.

Das «Nido del Lupo» hat maximal 8 Plätze zur Verfügung. Sie sind gedacht für Jugendliche mit psychischen, sozialen oder familiären Problemen. Für ein Time Out oder auch für einen längeren Aufenthalt bleiben die jungen Leute im Heim. Sie besuchen die interne Schule und werden individuell betreut. Die Zirkusarbeit spielt in ihrem Alltag eine wichtige Rolle.

Das «Nido del Lupo» arbeitet eng mit dem Bündner Kinderzirkus Lollypop zusammen. Es handle sich um eine schweizweit einzigartige Kooperation, sagen die Verantwortlichen. Das Zirkustraining soll die Jugendlichen weiterbringen. Sie sollen neue Fähigkeiten erarbeiten, Durchhaltewille üben, oder ihr Selbstvertrauen stärken.

Werden die Jugendlichen durch den Zirkus zu besseren Menschen? Soweit möchte Zirkusdirektor Hans Peter Dörig nicht gehen. «Wenn es passiert ist es schön, aber dass es passiert steht nirgends geschrieben».

SRF 1, Regionaljournal Graubünden, 17:30 Uhr; haus