«Mountainbike könnte das Skifahren des Sommers werden»

Graubünden möchte eine grosse Mountainbike- Destination werden. In den letzten 15 Jahren entstanden Routen auf 4500 Kilometern. Doch die Branche will noch viel mehr. Die Biker sollen den Sommertourismus ankurbeln und die Infrastruktur soll ausgebaut werden.

Mountainbiker auf Tour bei Scuol im Engadin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Mountainbikers unterwegs bei Scuol im Engadin. Keystone

Seit knapp drei Jahren läuft «GraubuendenBike». Das Projekt des Kantons will den Mountainbike-Sport in Graubünden fördern. Teil davon ist ein zweitätiger Workshop, der Dienstag und Mittwoch stattfindet. Dort treffen sich Bündner Touristiker mit ausländischen Tourenveranstaltern.

Ziel ist, den Sommertourismus zu fördern. Projektleiter Darco Cazin ist überzeugt: «Mountainbike könnte in Graubünden das Skifahren des Sommers werden», also zu einem wichtigen Standbein. Bisher bleibt es bei der Vision. Konkrete Zahlen fehlen noch, wie viele Biker überhaupt nach Graubünden kommen. Eine Untersuchung diesen Sommer soll das nötige Zahlenmaterial liefern.

Die Entwicklungen rund um den Mountainbike-Sport in den Alpen beobachtet auch die Umweltschutzorganisation «Mountain Wilderness». Die Warnlampen würden zurzeit nicht leuchten, sagt Geschäftsführerin Katharina Conradin. Aber man sei dagegen, wenn neben den existierenden Wanderwegen neue Mountainbike-Trails gebaut würden: «Damit nimmt der Raum zu, den der Mensch in der Natur braucht». Die Organisation will nun die Entwicklung weiter beobachten.