Zum Inhalt springen

Header

Navigation

Legende: Audio Konflikte zwischen Wanderern und Kühen sollen möglichst vermieden werden. abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
02:44 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 01.05.2019.
Inhalt

Mutterkühe und Wanderer Engadiner Idee macht Schule

Seit 2016 sind Alpen mit Tieren Teil der Engadiner Wanderkarte. Andere Regionen könnten nachziehen.

Interaktive Karte: Wer auf der Karte der Engadiner Tourismusdestination eine Wanderung plant, kann einsehen, auf welchen Alpen beispielsweise Mutterkühe sind. Das Angebot entstand 2016 auf Initiative mehrerer Engadiner Älpler.

Tödliche Unfälle

Personen-Box aufklappenPersonen-Box zuklappen

Im Jahr 2015 sorgte ein Fall für Schlagzeilen, als eine Frau in Laax von Mutterkühen schwer verletzt wurde und schliesslich verstarb. Daraufhin wurden vielerorts die Wanderwege, die über eine Weide führen ausgezäunt.

Anfang Jahr fällte ein österreichisches Gericht ein Urteil gegen einen Bauern, ebenfalls wegen eines tödlichen Unfalls mit Mutterkühen im Jahr 2014. Er musste den Hinterbliebenen 180'000 Euro bezahlen.

Karte auch umstritten: Beim Landwirtschaftszentrum Plantahof heisst es, noch sei das Engadin die einzige Region, die eine solche Karte zur Verfügung stellt. Nicht zuletzt, weil es auch Befürchtungen gäbe, dass Touristen aufgrund solche Karten gewisse Gebiete meiden. Dies könne zum Nachteil für Bergrestaurants in betroffenen Gebieten werden.

Mutterkühe und Kälber geniessen die Sonne auf einer Alpweide.
Legende: Mutterkühe können zur Gefahr für Wanderer werden. Keystone

Andere Regionen überlegen sich, mitzumachen: In Arosa und Laax sagen die Touristiker auf Anfrage, man überlege sich, die beweideten Alpen ebenfalls interaktiv zu markieren. Entscheide seien aber noch keine gefällt worden.

Diskussionen um Zäune: Immer mehr zum Thema wird es auch, Wanderwege so auszuzäunen, dass Kühe gar nicht mehr auf die Wege kommen. Hier sind sich aber alle Beteiligten einig: Das ist nur auf den wichtigsten Wegen und nicht auf allen Wanderrouten möglich.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Monika Baumgartner (Monika Baumgartner)
    Das Argument vom Plantahof kann ich nicht nachvollziehen, ich finde es sogar eine problematische Aussage. Viele Wanderer meiden gewisse Gebiete, gerade weil sie Angst/Respekt vor Kühen haben, oder mit Hunden unterwegs sind und unsicher sind, ob dort im Moment gerade Mutterkühe unterwegs sind. Da würde eine solche App gerade Abhilfe schaffen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Remo Ruf (runner)
    Einmal mehr zeigt sich hier die Arroganz unserer einheimischen Subventionsjäger. Vor einem Jahr wanderte ich mit meiner Gattin und meinen zwei Kindern auf einem offiziellen Wanderweg über eine Wiese mit Mutterkühen. Eine Mutterkuh rannte auf uns zu und in letzter Not konnte ich mit meinem 3-jährigen Sohn auf den Armen über den Weidezaun hechten. Als ich die Gemeinde nach dem verantwortlichen Bauer fragte, gaben sie mir keine konkrete Auskunft. Ist die Tierhalterhaftung für Bauern inexistent..?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von frank müller (frankysrf)
    ich war schon tausende kilometer zu fuss in den bergen unterwegs, durchquerte schon dutzende male eine kuhweide mit mutterkühen und kälbern, und manchmal sogar mit stier, erlebte nie eine kritische situation, auch nicht, wenn ich nur wenige meter bei den kühen war. ich sah aber auch, dass es leute gab, die meinen, eine kuhweide sei ein streichelzoo. da wundere ich mich über gar nichts. schilder wie oben im bild reichen völlig, um die wanderer aufmerksam zu machen, von denen gibt es schon viele.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen