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Nachzählung Regierungsratswahl Jede zweite Gemeinde hat falsch gezählt

Wegen des kleinen Stimmenunterschieds zwischen den Kandidaten Jon Domenic Parolini (BDP) und Walter Schlegel (SVP) mussten die Wahlzettel nochmals ausgezählt werden. Die Nachzählung bestätigte das Ergebnis der Wahlen: Jon Domenic Parolini bleibt Regierungsrat, Walter Schlegel verpasst die Wahl.

Nun hat die Standeskanzlei die detaillierten Ergebnisse der Nachzählung veröffentlicht. Sie zeigt in jeder zweiten Bündner Gemeinde wurden Fehler gemacht. Damit habe man rechnen müssen, sagt Walter Frizzoni, stellvertretender Direktor bei der Bünder Standeskanzlei, im Gespräch mit dem Regionaljournal Graubünden.

Wahlplakat
Legende: Trotz Fehlern bei den Gemeinden, am Gesamtergebnis ändert sich nichts mehr. Keystone

SRF News: 54 von 108 Bündner Gemeinden haben beim Auszählen Fehler gemacht. Wie bewerten Sie dieses Resultat?

Walter Frizzoni: Man muss einfach bedenken, dass Wahlen komplex sind in der Auszählung. Bei Abstimmungen müssen die Bürger nur Ja oder Nein auf den Zettel schreiben, bei Wahlen geht es um Namen. Die Fehlerquellen sind viel grösser. Im Vergleich zur ersten Zählung haben wir eine Stimmendifferenz von 31 Stimmen. Das ist wenig überraschend, wir mussten das in diesem Rahmen erwarten.

Wo liegen die grössten Fehlerquellen bei solchen Regierungsratswahlen?

Beim Aussortieren der Wahlzettel können Fehler passieren. Bei der Interpretation von Namen kann es Abweichungen geben. Das Schriftbild auf den Zetteln ist nicht immer klar, die Stimmenzähler müssen die Stimmen zuordnen können, und auch beim Erfassen und Übermitteln der Daten kann sich ein Fehler einschleichen. Die Palette von Hindernissen, welche zu Fehlern führen kann, ist also relativ gross.

Sehen Sie Handlungsbedarf, müssen Sie die Gemeinden sensibilisieren?

Wir stehen immer in engem Kontakt zu den Gemeinden. Nach der aktuellen Nachzählung besteht aber kein dringender Handlungsbedarf. Die Abweichungen waren klein. Und die Erfahrung zeigt ja, es kann zu knappen Resultaten kommen. Und genau für solche Fälle gibt es ja die Möglichkeit von Nachzählungen.

Das Gespräch führte Sara Hauschild.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Heinz Gerber  (rosenzeit)
    möglichst schnell ausgezählt und dann nach hause (oder zum verdienten bier)?
    bei guter organisation mit kontrollmöglichkeiten, zweifache zählung durch verschiedene gruppen, seriösen und gerechten "auszählern" kann ich mir keine fehler vorstellen.
  • Kommentar von Megan Mueller  (Megan N.)
    Wahrscheinlich wurde auch bei der billag falsch gezählt wie auch beim grundeinkommen. Kein normaler Mensch würde dies ablehnen.
    1. Antwort von F. Alex  (anti-cliché)
      @ Mueller: Ich schätze Ihre saubere Einteilung in "normale" Menschen und andere sehr. Jetzt weiss ich endlich, dass ich nicht normal bin.
    2. Antwort von F. Alex  (anti-cliché)
      Jch schätze Ihre saubere Einteilung in "normale" Menschen und andere sehr. Jetzt weiss ich endlich, dass ich scheinbar nicht normal bin.
  • Kommentar von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
    Ich war selber einmal im Wahlbüro tätig: Es wird viel zu viel geschwatzt dabei!!!
    1. Antwort von Alex Terrieur  (Imfeld)
      ...doch auch eine Taktik, abzulenken?
    2. Antwort von Beat Reuteler  (br)
      Nein, Hr. Imfeld, das kann keine Taktik sein, da ja nicht klar wäre welcher Seite es nützt.
    3. Antwort von Margrit Holzhammer  (Margrit Holzhammer)
      Diese Geschnatterkulisse im Hintergrund lenkt beim Zählen ab. Entweder führt Mann/Frau eine solche Arbeit gewissenhaft und exakt aus, oder Mann/Frau lässt die Arbeit im Zählbüro bleiben.