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Der Moment des Durchstichs
Aus News-Clip vom 02.10.2018.
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Neubau Albulatunnel Durchstich im Albulamassiv

Rund vier Jahre nach dem Spatenstich konnten die Rhätische Bahn und die Mineure den Durchstich des 5860 Meter langen Albulatunnels feiern.

Der neue Albulatunnel verläuft parallel zum alten, der künftig als Sicherheitsstollen genutzt wird. Beim Bau des alten Tunnels vor mehr als 100 Jahren wurden die Arbeiter arg auf die Probe gestellt. Besonders ein Teilstück, das durch instabiles Gestein führte, war eine Herausforderung.

Das gibt es ganz selten, ein Projekt, das man über solch eine lange Zeit begleiten kann
Autor: Christian FlorinLeiter Infrastruktur RhB

Heute beim Neubau war diese sogenannte Raibler Rauwacke der schwierigste Teil, erklärt Christian Florin, Leiter Infrastruktur bei der RhB. Man habe sehr viel Aufwand betrieben, um durch diese Störzone zu kommen.

Loch in Betonmauer und Bauarbeiter
Legende: Rund 345 Millionen Franken kostet das Bauwerk. swiss-image.ch / Andy Mettler

Informationen von früher haben geholfen

«Wir haben das Glück, dass wir die Informationen von damals hatten», sagt heute Christian Florin. Am meisten gefordert sei man gewesen, überhaupt eine solche Baustelle auf rund 1800 Metern über Meer zu betreiben.

Die Gegend sei schlecht erschlossen: «Wenig Strom, wenig Wasser und kein Abwasser - hier eine produktive Baustelle zu betreiben, das waren ausserordentliche Herausforderungen», bilanziert der Infrastruktur-Chef.

Der neue Tunnel
Legende: Der neue Albulatunnel ist 5860 Meter lang, er verbindet Preda im Albulatal mit Spinas im Val Bever. SRF

Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt sich die Rhätische Bahn bereits mit der Zukunft des Albulatunnels. Christian Florin war von Anfang an dabei. «Das gibt es ganz selten, ein Projekt, das man über solch eine lange Zeit begleiten kann», freut sich Florin.

Nun steht der Tunnelausbau an. Rund 345 Millionen Franken kostet das Bauwerk. Der neue Albulatunnel soll Ende 2021, Anfang 2022 eröffnet werden.

Eckdaten des neuen Albulatunnels

Länge:
5860 Meter
Bauzeit:
Rund 7 Jahre
Kosten:CHF 345 Mio.
Züge pro Jahr:
15215
Mögliche Höchstgeschwindigkeit im Tunnel:
120 km/h
Finanzierung:Bund 85%, Kanton 15%

Quelle: RhB

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Willy Boller  (Willy Boller)
    Gegen Ende des Videos sieht man auf der linken Seite eine Fahne, welche frappant dem Glarner Wappen ähnlich ist; die Figur, der Wanderstab, die Bibel. Lediglich die Farben sind nicht die gleichen. Handelt es sich dabei event. tatsächlich um den heiligen Fridolin oder was bedeutet sie? Weiss das irgend jemand?
    1. Antwort von SRF News (SRF)
      Bei der Fahne auf der linken Seite handelt es sich um das Gemeindewappen von Bever. Darauf ist der heilige Jakobus zu sehen.
    2. Antwort von Willy Boller  (Willy Boller)
      Danke schön für die Aufklärung, SRF News.
  • Kommentar von Tim Buesser  (TimBue)
    Das sieht mir aber ganz nach einer 20cm dicken Spritzbetonmauer aus. Hatte man vor Tagen einfach zügig gebohrt und den Durchstich ohne Politiker- und Medienanwesenheit gemacht. Hat man dann wohl um deren "Ehre" zu Retten gestern noch schnell eine Mauer gespritzt, die man vor diesem elitären Publikum mit Schlaghammer als Show hat durchgehämmert. Für was man alles Geld beim Staat hat und sinnlos ausgibt…
    1. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      Ein inszenierter Tunneldurchstich ist vor allem für die Tunnelbauer und Mineure ein traditionelles Ritual, dass die beteiligten Mitarbeiter noch enger zusammenschweisst;-)
    2. Antwort von Tim Buesser  (TimBue)
      A.Planta: Möchte ja nicht den Tunnelarbeitern zugehört haben, als sie Auftrag bekamen, eine Betonmauer im schon durchstochenen Tunnel hochzuziehen, nur um vor Medien und Politikern diese ein paar Tage später wieder einzureissen… Die Begeisterung des hier angeführtes "Ritual" war's wohl kaum, diese lag wohl einzig und allein auf Politiker- und Medienkreisen.
    3. Antwort von mario hellberg  (fusci)
      Naja, wenn beim Durchstich schöne glänzige Fötzeli runterfallen ist ds doch toll! Also ich glaub für die Arbeiter ist das kekn Problem, es ist ja auch eine Würdigung ihrer Arbeit mit all der Medienpräsenz und den Reden. Und Apero wirds hoffentlich auch für alle geben!