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Neue Preismodelle Die Grenzen des Dynamic Pricing

Was bei Flugtickets schon lange angewandt wird, haben in letzter Zeit auch die Skigebiete für sich entdeckt: variierende Preise. Einige Bergbahnen aus der Region setzten auf Dynamic Pricing.

Andermatt Sedrun: Hier variieren die Ticketpreise je nach Wetter und Nachfrage. Die Tickets sind an schwach frequentierten Tagen günstiger als an den Spitzentagen.

Pizol: Seit zwei Jahren schwanken die Preise anhand der Wetterprognose. Grundsätzlich gilt: je schöner das Wetter, desto teurer die Tickets. So will man die Leute animieren, auch bei schlechtem Wetter Wintersport zu betreiben.

Skifahrer blicken auf die verschneite Bergwelt des Oberengadins.
Legende: Preise für Tageskarten können sich in einigen Skigebieten von Tag zu Tag ändern. Keystone

Oberengadin: Die Bergbahnen Engadin St. Moritz führen Dynamic Pricing in diesem Winter ein. Wer vorzeitig Tickets bucht, erhält einen Rabatt. Ende September wurden bereits rund 5000 Tageskarten verkauft.

Zusätzlich kennen etwa auch Laax oder Arosa Lenzerheide dynamische Preise.

Fazit der Touristiker: Die Verantwortlichen der Bergbahnen sind sich einig: Dynamic Pricing lohne sich, die ersten Erfahrungen seien positiv. Niemand scheint das Modell wieder aufgeben zu wollen.

Die Grenzen der Modelle: Auch Tourismusprofessor Jürg Stettler von der Hochschule Luzern sieht Chancen in den neuen Preismodellen. Er hält aber auch fest, dass die Tickets nicht nur günstiger werden dürfen. An Spitzentagen etwa müssten sie höher als der Normalpreis sein. Ob das von den Gästen akzeptiert werde, sei noch nicht klar. Zudem müsse man bei reduzierten Preisen deutlich mehr Tickets verkaufen, um den Preisunterschied wieder wettzumachen. Und das dürfte angesichts der abnehmenden Anzahl Wintersportler schwierig werden.

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