Olympia-Diskussion damals und heute

Am 3. März stimmt Graubünden über Olympia ab. Schon im Jahr 1980 stand das Bündner Volk vor der gleichen Entscheidung. Ein Gegner und ein Befürworter von damals treffen sich.

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Bildlegende: Robert Obrist (links), Architekt und Olympiagegner 1980, und Andreas Gredig, Ex-Hotelier und Olympiabefürworter 1980.... SRF

Alles spricht von Olympia 2022 in Graubünden. Der Abstimmungskampf für den 3. März ist lanciert, dann entscheiden die Bündnerinnen und Bündner, ob man sich für die Spiele bewerben soll oder nicht.

Die letzte Olympia-Abstimmung im Kanton fand vor 33 Jahren statt. Damals wurde eine mögliche Kandidatur an der Urne zu Grabe getragen. Mit mehr als 70 Prozent Nein-Stimmen wurde das Ansinnen verworfen.

Im Rennen waren zwei Bewerbungen. St. Moritz und Davos wollten Olympia ebenso wie die Region Chur und Umgebung. Beide Kandidaturen rechneten mit Gesamtkosten von rund 100 Millionen Franken. An den Kosten hätten sich der Bund, der Kanton und die Olympia-Gemeinden beteiligt.

Die selben Argumente

Die Befürworter von Olympischen Spielen argumentierten damals, dass der Anlass eine grosse Chance für den Kanton wäre. Die Werbung für die Region und das Land sei unbezahlbar. Regierung, Verbände und die meisten Parteien standen damals wie heute hinter Olympia.

Die Gegner, unter ihnen die Sozialdemokraten, warnten vor einem kommerzialisierten Mega-Anlass, der den Kanton teuer zu stehen komme.