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Graubünden Olympische Winterspiele: SP will mehr Transparenz und Information

Die Idee von Olympischen Winterspielen 2026 in Graubünden kommt im bürgerlichen Lager gut an. Anders bei der SP. Die Partei fordert mehr Transparenz und sie will, dass die Wirtschaftsverbände 4,5 Millionen an die Kandidatur zahlen.

Legende: Audio «Andreas Thöny SP-Fraktionschef kritisiert Olympiapläne (9.11.2016)» abspielen. Laufzeit 6:49 Minuten.
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Als einzige Bündner Partei äussert sich die SP sehr kritisch gegenüber den aktuellen Olympiaplänen. An einer Medienkonferenz stellte die Partei am Mittwoch ihr Positionspapier zur Olympia-Debatte vor, die an der Session im Dezember im Grossen Rat über die Bühne geht.

Die Linken fordern,dass die Wirtschaftsverbände einen Teil der Kandidaturkosten aus der eigenen Kasse bezahlen. «4,5 Millionen sollen die Verbände selber berappen», sagt SP-Fraktionspräsident Andreas Thöny im «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF1. Damit könnten die Wirtschaftsverbände ein Zeichen setzen und zeigen, wie überzeugt sie sind von der Wirkung ihrer Pläne, begründet Thöny die Forderung.

In Ihrem Positionspapier heisst es von der SP weiter, um entscheiden zu können, brauche die Partei mehr Informationen von der Regierung. Bis jetzt wisse man zuwenig über Kosten und Nutzen der Spiele.

Die Partei fasst ihre Parole für die Volksabstimung vom 12. Februar nächsten Jahres an der Vorstandssitzung am 21. Dezember. Sie betont, sollte die Olympia-Botschaft ohne Nachbesserungen vor den Grossen Rat verabschiedet werden, werde sich die SP für ein Nein bei der Volksabstimmung stark machen.

Bildlegende: v.l. SP-Grossrat Peter Peyer, SP-Präsident Philipp Wilhelm, SP-Fraktionschef Andreas Thöny.

Olympia-Debatte im Grossen Rat

An der Debatte vom 5. bis 7. Dezember stimmt das Parlament über einen Kredit von 25 Millionen Franken ab. Die Mitteparteien FDP, CVP und BDP stehen hinter dem Kredit, sie halten 90 der 120 Sitze. Die SP, welche mit der Vorlage nicht einverstanden ist, ist mit 16 Sitzen in der Minderheit. Die SVP gibt ihren Standpunkt am 22. November bekannt.

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