Repower erhält flüssige Mittel aus dem Thurgau

Der Bündner Stromkonzern Repower verkauft seine Beteiligung an der Netzgesellschaft Swissgrid für 56 Millionen Franken. Die Aktien übernimmt eine Beteiligungsgesellschaft, hinter welcher unter anderem die Elektrizitätswerke des Kantons Thurgau und der Kanton Graubünden stehen.

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Bildlegende: Swissgrid betreibt das Schweizer Stromnetz. Hier eine Schaltanlage in Sils im Domleschg. Keystone

Wie der Repower-Konzern am Dienstag mitteilte, werden Swissgrid-Aktien im Umfang von 3,69 Prozent sowie ein der Swissgrid AG gewährtes Wandeldarlehen veräussert. Der definitive Kaufpreis werde auf der Basis des Jahresabschlusses 2014 der Swissgrid festgelegt, heisst es weiter.

Käuferin der Swissgrid-Beteiligung ist laut Repower ein interkantonales Konsortium, bestehend aus dem Kanton Graubünden, den Elektrizitätswerken des Kantons Thurgau (EKT), dem Kantonalen Elektrizitätswerk Nidwalden sowie der UBS Clean Energy Infrastructure Switzerland KGK in Basel.

Aktien in Flüssiges umwandeln

Repower brauche mehr liquide Mittel, sagt Mediensprecher Werner Steinmann in der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz und Graubünden» auf SRF1. Mit dem eingenommenen Geld wird die Verschuldung reduziert und in neue Geschäfte investiert.

Repower folgt mit dem Verkauf der Swissgrid-Beteiligung dem Beispiel von Alpiq. Der Energiekonzern hatte seine Beteiligung von 34,7 Prozent an Swissgrid im Mai zum Verkauf ausgeschrieben.