Fiktive und zu hohe Rechnungen Repower soll um sechs Millionen Franken betrogen worden sein

Drei Angeklagte sollen den Bündner Energiekonzern Repower um sechs Millionen Franken betrogen haben. Die Anklage lautet auf gewerbsmässigen Betrug und Geldwäscherei. Der Fall ist ab morgen Mittwoch vor dem Regionalgericht Landquart.

Gläserne Türe mit Firmenlogo, darin spiegelt sich Landquart Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sitz von Repower in Landquart. Dort findet am Regionalgericht die Verhandlung statt. Keystone

Für die Verhandlung habe er zwei Tage eingeplant, sagt auf Anfrage des «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF Stefan Lechmann, Präsident des Regionalgerichts Landquart.

Angeklagt sind laut dem Gerichtspräsidenten drei Personen, darunter ein ehemaliger Mitarbeiter von Repower. Die drei sollen mithilfe von fiktiven und überhöhten Rechnungen den Bündner Energiekonzern Repower um sechs Millionen Franken betrogen haben.

Ehemaliger Repower-Mitarbeiter soll Haupttäter sein

Als Haupttäter angeklagt sei der ehemalige Repower-Mitarbeiter. Der grösste Teil der sechs Millionen sei laut Anklage über ein Firmengeflecht auf seinem Konto gelandet, erklärt Gerichtspräsident Stefan Lechmann.

Der Fall selber wurde 2011 publik. Laut der «Südostschweiz» machte Repower damals ihren Verdacht wegen vorgängigen Recherchen der Zeitung mit einer Medienmitteilung öffentlich. Damals schrieb das Unternehmen: «Dank des entschlossenen Handelns durch Repower und die Staatsanwaltschaft und dank der sofort verfügten Sicherstellung von Vermögenswerten konnte der potenzielle Schaden auf ein Minimum begrenzt werden.»

SRF1, Regionaljournal Graubünden, 12:03; habs