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Graubünden Repower will Kohlekraftprojekt nicht sofort stoppen

Trotz dem Ja zur Anti-Kohleinitiative will Repower das Kohlekraftprojekt in Süditalien nicht sofort abblasen. Man müsse zuerst wissen, wie der fertige Verfassungsartikel aussehe. Die Bündner Regierung hat nun ein Jahr Zeit, eine Vorlage zu machen, die den Willen des Volkes durchsetzt.

Kohlekraftwerk
Legende: Wie es für die Repower mit der Kohlekraft weitergeht, ist noch offen. Keystone

«Wir haben das Resultat zur Kenntnis genommen», sagt der Verwaltungsratspräsident der Repower, Eduard Rikli. «Im Moment hat das keine direkte Konsequenzen», erklärt Rikli weiter, «wir müssen zuerst wissen, wie die Regierung das Anliegen der Bevölkerung umsetzen will.»

Die Bündner Regierung hat nun ein Jahr Zeit um eine Vorlage auszuarbeiten. Über den entsprechenden Verfassungsartikel muss die Bevölkerung erneut abstimmen. Dies dürfte voraussichtlich 2015 der Fall sein.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Christoph Nüssli, Hilterfingen
    Der politische Auftrag ist das eine, im Obligationenrecht definierte Vermögens- und Mitwirkungsrechte das andere. Leider wird in den verpolitisierten Diskussionen oft vergessen, dass Repower über Minderheitsaktionäre verfügt, welche finanziell nicht benachteiligt werden dürfen - auch das Schweizer Börsenrecht hat diesbezügliche Vorschriften. Viele Bürger sind der irrtümlichen Meinung, dass der Kanton GR alleine schalten und walten kann - dem ist bei weitem nicht so!
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  • Kommentar von Alex Kramer, ZH
    Ein Jahr Zeit für die Umsetzung, noch eine Abstimmung, ...., erinnert irgendwie an die Posse der Zweitwohnungsinitiative, wo Bündner (und Walliser) Politiker unisono die Unmöglichkeit der Durchsetzung erklärten. Meine Damen und Herren Politiker, Sie haben soeben einen verbindlichen Auftrag vom Souverän erhalten. Weshalb muss man Euch immer an Eure Pflichten erinnern, die Ihr wortgetreu einzuhalten und umzusetzen habt? Kindergarten!!
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