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«Natürlich sind Journalisten keine Heiligen»
Aus Regionaljournal Graubünden vom 28.01.2020.
abspielen. Laufzeit 08:30 Minuten.
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Roman eines Journalisten Die zerstörerische Kraft von Mobbing

Der Fernsehjournalist Jürgen Müller hat seinen ersten Roman veröffentlicht. Ein Buch über Intrigen und Mobbing.

«Der Fernsehjournalist Ivan Fischer hat seinen Job in einem Münchener Boulevard-Magazin satt. Er wechselt in eine Redaktion nach Hamburg und hofft, dort anspruchsvollere Themen behandeln zu können. Aber schon bald bereitet ihm der Kollege Wienhold Probleme, verbreitet ständig neue Verleumdungen», lautet die Beschreibung von «Badwater – Vom Untergang eines Journalisten».

Das Buch ist der erste Roman von Jürgen Müller und beschreibt die zerstörerische Kraft von Intrigen und Mobbing. Themen, die dem Autor nicht fremd sind, wie er im Interview verrät.

Jürgen Müller

Jürgen Müller

Autor

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Jürgen Müller hat mehr als 20 Jahre für verschiedene Medienunternehmen als Fernsehjournalist gearbeitet. Er ist promovierter Medienwissenschaftler und Hochschuldozent im Bereich Film und Fernsehen. «Badwater» ist der erste Roman von Jürgen Müller; diesen hat er unter dem Pseudonym Klaus Marhudt verfasst.

SRF News: Sie haben Ihren ersten Roman unter dem Pseudonym Klaus Marhudt verfasst. Warum nicht unter Ihrem richtigen Namen?

Jürgen Müller: Weil Müller etwas langweilig klingt, dachte ich, ich muss mir etwas einfallen lassen. Am Ende habe ich den Nachnamen meiner Frau etwas umgestellt und dabei kam der Name Marhudt raus. Und Klaus ist mein zweiter Vorname.

Der Roman erzählt die Geschichte von Ivan, einem Fernsehjournalisten, der an einem neuen Arbeitsort eine neue Herausforderung sucht und mehr und mehr in eine Spirale aus Mobbing und Intrigen gerät. Warum haben Sie sich für das Thema Journalismus und dieses Einzelschicksal entschieden?

Das Thema Journalismus habe ich gewählt, weil ich mich da gut auskenne. Und das Thema Mobbing finde ich spannend, weil es weitverbreitet ist. Spannend dabei ist, dass es ein schmaler Grat ist. Dabei stellt sich die Frage, wann ein Spruch lustig ist und wann mehr dahinter steckt – so, dass man jemanden bewusst schädigt.

Die Medienwelt kommt in Ihrem Buch nicht besonders gut weg. Sie beschreiben Journalisten, die einerseits in Ihren Beiträgen moralisieren und andererseits aufdringlich sind und sich nicht an die gewünschten Moralvorstellungen halten. Steht es wirklich so schlecht um die Branche?

Es gehört doch irgendwie zum Journalismus dazu, dass erzählt wird, was gut und was böse ist. Mir ging es darum, zu zeigen, dass Journalisten keine Heiligen sind. Die haben auch Stärken und Schwächen. Und in einem solchen Buch kommen dann diejenigen, die etwas mehr Schwächen haben, vielleicht etwas mehr zur Geltung. Ich bin aber überzeugt, dass die Geschichte auf andere Branchen übertragen werden kann.

Wie autobiografisch ist Ihr Buch?

Da ich selbst als Fernsehjournalist gearbeitet habe, habe ich einige Erfahrungen eingebaut. Vieles ist jedoch erfunden. Manche Mobbing-Geschichten oder Intrigen habe ich aber erlebt. Sonst wäre das Buch wohl gar nicht entstanden.

Das Gespräch führte Sara Hauschild.

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