Schneepilze machen Arven das Leben schwer

Junge Arven haben es auf Höhe der Waldgrenze nicht leicht. Nicht nur die tiefen Temperaturen verhindern eine Ausbreitung in höhere Lagen. Laut einer aktuellen Studie aus Davos ist auch ein Pilz massgeblich daran beteiligt. Befallene Bäume sterben in den meisten Fällen ab.

Junger Trieb mit Pilzbefall. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Viele junge Bäume sind von Schneeepilzen befallen. ZVG

Rund 30 Jahre lang hat das Institut für Schnee und Lawinenforschung in Davos Arvenwälder an der Waldgrenze beobachtet. Die Forscher haben neue Arven und Bergföhren gepflanzt. Überlebt haben lediglich fünf Prozent der Bäume.

Massgeblich verantwortlich dafür sind Pilze, welche die Bäume befallen. Besonders gefährdet sind junge Bäume die lange unter der Schneedecke begraben sind.

Es ist also nicht nur die Temperatur, die festlegt wo die Waldgrenze verläuft. «Massgeblich daran beteiligt sind offenbar auch diese Schneepilze», sagt Forschungsleiter Peter Bebi.

«Dass der Einfluss dieser Pilze so gross ist, das hat mich überrascht», bilanziert der Forscher. Für Aufforstungen von Schutzwald sei es nun wichtig, dass die Bäume an Orten gepflanzt würden, an denen der Schnee im Frühjahr und Sommer schnell schmilzt. So sei die Gefahr für den Pilzbefall kleiner.