Schule in Mutten gefährdet - Familie will kämpfen

Die Gesamtschule in der kleinen Gemeinde Mutten ist gefährdet. Für das nächste Jahr zeichnet sich ab, dass es nicht genügend Schülerinnen und Schüler gibt, um die Schule zu erhalten. Zusätzlich fehlt in Mutten die Lehrperson. Mit einem Aufruf will eine Familie die Schule retten.

Bergdorf vor Bergkulisse. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Schule im Bündner Dorf Mutten ist gefährdet. Es leben zu wenig Familien mit Kindern im Dorf. Keystone

«Wir suchen dringend eine Familie mit mindestens zwei Kindern im Primarschulalter», schreibt Familie Moser aus Mutten in einem Email an Freunde und Bekannte.

Es zeichnet sich nämlich ab, dass ab nächstem Schuljahr nicht mehr genügend Kinder im Dorf in die Schule gehen werden. Die vom Kanton vorgeschriebene Mindestzahl von fünf Kindern dürfte unterschritten werden. Damit ist die Schule ernsthaft gefährdet.

Familie Moser hofft nun, dass sich eine Familie mit Kindern dazu entschliesst, nach Mutten zu ziehen. Nur so könne die Gesamtschule im Dorf gerettet werden, sagt Silvia Moser gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von SRF 1. Bei der Gemeinde begrüsst man die Initiative aus dem Dorf. Man hofft nämlich schon länger auf Zuzüger. Mit einer medienwirksamen Facebook-Aktion versuchte man vor ein paar Jahren auf sich aufmerksam zu machen. Trotz weltweitem Interesse ist ein Zuzüger-Boom aber ausgeblieben.