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Kleine Berghütten können nicht öffnen
Aus Regionaljournal Graubünden vom 13.05.2020.
abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
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Schutzmassnahmen unmöglich Kleine Berghütten vor grossen Problemen

Massenlager, enges Bad, ein Speisesaal - kleine SAC-Hütten können die Schutzmassnahmen kaum umsetzen.

Beispiel Calandahütte oberhalb von Chur. In der kleinen, beliebten Hütte sitzen die Gäste zum Essen häufig dicht gedrängt. Würde man das Schutzkonzept, das vom Schweizer Alpen-Club SAC erarbeitet wurde, einhalten, hätte nur noch eine Handvoll Gäste Platz, erklärt Hüttenwartin Maja Janggen: «Ich kann die zwei Meter nirgends einhalten. Wir können die Hütte nicht öffnen.»

Ich kann die zwei Meter nirgends einhalten.
Autor: Maja JanggenHüttenwartin Calandahütte GR

Ganz abblasen will Janggen die Saison aber noch nicht. Sie hofft, dass der Bundesrat im Juni weitere Lockerungen erlässt. So könnte die Calandahütte doch noch Gäste empfangen.

Drei Männer sitzen in einer kleinen Stube an einem Holztisch
Legende: In der Calandahütte schätzt man die gemütliche Nähe. Keystone

So oder ähnlich dürfte es vielen kleineren Hütten diesen Sommer ergehen, sagt Bruno Lüthi vom SAC. «Das beginnt schon in der Garderobe und in den Gängen, wo es sehr eng ist. Für die kleinen Hütten wird es ganz schwierig.»

Für die kleinen Hütten wird es ganz schwierig.
Autor: Bruno LüthiBereichsleiter Hüttenbetrieb SAC

Grössere Hütten wie die Glarner Leglerhütte können die Schutzkonzepte umsetzen und öffnen. Bei den Übernachtungsgästen hofft Hüttenwartin Simone Landolt, dass sie etwa die Hälfte eines normalen Sommers empfangen kann. Dank kleinen Zimmern liesse sich das bewerkstelligen. Auch plant sie, die Tagesgäste direkt draussen vor der Hütte zu bewirten.

Legler Hütte mit Panorama
Legende: Leglerhütte GL zvg SAC

«Der Personalaufwand wird der gleiche bleiben, besonders weil der Aufwand für die Reinigung höher ist.» Auf die Frage, ob das finanziell rentiere, muss Simone Landolt spontan lachen.

Regionaljournal Graubünden; 06:31 Uhr;

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
    In näherer Zukunft wird das Coronaproblem wohl auch in den Bergen nur noch ein Schatten weiterer Herausforderungen, um nicht zu sagen Notlagen sein. Durch die Gletscherschmelze droht dann nicht nur Wasserverknappung, Berghütten und Skilifte, die ehemals fest auf dauerhaft vereistem Boden standen, geraten ins Rutschen, ebenso die Wanderwege.
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  • Kommentar von Richard Liu  (richard-liu)
    Wenn ich mich nicht irre, hat der Hüttenwart der Rugghubelhütte oberhalb Engelbergs während eines Sommers, da die Hütte umgebaut und erweitert wurde, Zelte ausserhalb der Hütte aufgestellt. So etwas könnte man sich überlegen. Mehrpersonenzelte für Leute, die zusammen kommen und sich als Gruppe angemeldet haben. Mahlzeiten schichtweise in der Hütte oder in einem grösseren Gemeinschaftszelt, wie das oft bei Trekkings im Himalaya oder in Afrika gemacht wird, geregelte Benutzung der Sanitäranlagen.
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  • Kommentar von Lukas Gubser  (Mastplast)
    Wahrenverkehr wird wieder hochgefahren, Personenverkehr auch,
    bald wieder millionen Grenzübertritte wöchentlich aber die Schweizer sollen ihren Geburtstag oder was sonst alles über skype feiern. So kommt es eben wenn der einzige der in Bern keine Lobby hat der normale Bürger ist.
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    1. Antwort von Esther Jordi  (EstherJ.)
      Und was haben Geburtstagsfeiern via Skype mit den SAC-Hütten zu tun?
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    2. Antwort von Stefan Huwiler  (huwist)
      Die 'normalen Bürger' stehen hinter dem Vorgehen des Bundesrats.
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    3. Antwort von Stefan Renevey  (weissdassichnichtsweiss)
      Das, lieber Herr Huwiler, ist ein Irrtum.
      Bin Bürger, bin normal und stehe NICHT hinter dem Entscheid des BR.
      Was da los ist weiss ich nicht. Das unterscheidet mich vom Verschwöhrungstheoretiker. Aber ich glaube nicht alles vorbehaltslos. Zuviel unsichere Parameter und dass die Rechten mit dem Motto: "Schutz der schwächsten KOSTE ES WAS ES WOLLE, aufwarten, find ich verdächtig!
      Besten Dank, für Kenntnisnahme.
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