Schwimmhilfe für Pistenfahrzeuge

Immer wieder brechen auf den zugefrorenen Oberengadiner Talseen Pistenfahrzeuge ein. Damit soll nun Schluss sein: Eine einheimische Firma entwickelt Schwimmhilfen für die Fahrzeuge.

Eine Gruppe Menschen betrachtet ein Loch in der Eisdecke eines Sees. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Stelle, an der im letzten Jahr ein Pistenfahrzeug im Silsersee einbrach. Keystone

Im vergangenen Winter ist es im Oberengadin erstmals zu einem tödlichen Unfall mit einer Pistenmaschine auf einem See gekommen. Ein Gemeindemitarbeiter ertrank, nachdem er mit seinem Fahrzeug durch die Eisdecke des Silsersees gebrochen ist. Zwar gibt es bereits heute Schwimmhilfen für die Fahrzeuge. Diese werden allerdings nur eingesetzt, um die Tragfähigkeit der Eisdecke zu testen.

Schwimmhilfen hindern an der Arbeit

Für die täglichen Arbeiten auf den zugefrorenen Seen sind die heutigen Schwimmhilfen aber zu sperrig und schränken die Manövrierfähigkeit der Fahrzeuge ein. Die See Infra AG, die für den Aufbau und Unterhalt der Tribünen und Zelte auf dem St. Moritzersee zuständig ist, will das ändern und arbeitet deshalb an einer neuen Generation von Schwimmhilfen, welche während dem ganzen Jahr eingesetzt werden kann.

«Man muss sich das als eine Art Schwimmweste für Pistenfahrzeuge vorstellen», erklärt CEO Christian Brantschen. Wie genau diese aussehen soll, ist noch offen. Der St.Moritzer Gemeindevorstand hat vergangene Woche beschlossen, das Projekt mit 49 500 Franken zu unterstützen.