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Ski-Manufaktur in Disentis «Wir werden nie den Massenmarkt anziehen»

Simon Jacomet hat in Disentis die Ski-Manufaktur Anavon Ski AG gegründet. Das Unternehmen werde in Disentis hochwertige, echte «Swiss Made» Ski herstellen, heisst es in einer Mitteilung. Jacomet gründete 2003 Zai Ski, ein Unternehmen, das Ski im Hochpreissegement und mit ausgefallenen Materialien produzierte. Nach Umstrukturierungen bei Zai verliess Jacomet Ende 2017 das Unternehmen. SRF News sprach mit Simon Jacomet über seinen Neuanfang mit Avanon Ski.

Simon Jacomet

Simon Jacomet

Geschäftsführer Anavon Ski AG

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Simon Jacomet gründete 2003 die Schweizer Ski-Firma Zai, welche er Ende 2017 verliess. Jacomet ist Künstler, Skidesigner und Unternehmer. Einige Jahre hat er auch in der Skilehrerausbildung gearbeitet. Aktuell baut er eine neue Skimarke auf in Disentis.

SRF News: Mit Avanon Ski haben Sie bei null angefangen. Sie mussten neue Investoren finden - was Ihnen auch gelungen ist - dazu haben Sie ein neues Team zusammengestellt. Warum dieser Neustart?

Simon Jacomet: Diese Frage haben mir viele Leute gestellt, auch solche, die mir sehr nahe stehen. Ich hatte das Gefühl, dass etwas nicht fertig gemacht wurde. Mich hat es immer geärgert, dass der finanzielle Erfolg zuvor ausgeblieben ist - auch weil der Ehrgeiz immer da war. Auch die Überzeugung, dass das doch klappen sollte, war ein zusätzlicher Ansporn.

Unter der Marke Zai haben Sie Ski im Hochpreissegment produziert - die Ski kosteten bis zu 10'000 Franken. Nun bauen Sie günstigere Ski. Wie machen Sie das?

Wenn man im Hochpreissegment produziert, kann man Materialien verwenden, die man nicht unbedingt benötigt. Diesbezüglich haben wir nun reduziert - auch wenn wir bei bestimmten Materialien keine Kompromisse machen. Auch das effiziente Konstruktionsprinzip macht viel aus. Plus: Die Art und Weise wie wir nun produzieren.

Wo wollen Sie mit Avanon Ski in fünf Jahren stehen?

In meinem Leben habe ich noch nie gewusst, wo ich in fünf Jahren stehe, weil ich für vieles offen bin. Wir haben aber schon klare Ziele. Wir wollen wachsen, so dass wir profitabel sind und im besten Fall einige Arbeitsplätze schaffen können. Wir werden nie den Massenmarkt anziehen aber wir wollen eine Nische ansprechen, die vorhanden ist.

Das Gespräch führte Sara Hauschild.

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