Sportler müssen mit duschen weiter warten

Das Höhentrainingszentrum in St.Moritz bleibt vorerst ohne Duschen, Materiallager und moderne sanitäre Anlagen. Die Bürgerversammlung lehnte eine Umzonung ab, welche für den Bau eines Betriebsgebäudes nötig wären. Vereine überlegen sich jetzt, ob sie auf andere Trainingsplätze ausweichen.

Blick von einem Hügel auf die verschneite Region von St. Moritz mit den zwei Seen. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Noch ist das Höhentrainingszentrum nicht vom Tisch. Die Gelder des Bundes bleiben reserviert. Keystone

Der St. Moritzer Gemeindepräsident Sigi Asprion weiss, dass die Zeit drängt eine neue Lösung zu finden. Er weiss allerdings nicht, wie diese aussehen könnte. Für ihn ist klar, dass die Dimensionen des Projekts und somit auch die Fläche für die Umzonung zu gross waren. Das sei wohl der Grund für das Nein der Bürgerversammlung gewesen.

Der Leichtathletikverein Teufen aus dem Appenzellerland trainiert jeden Sommer seit rund 40 Jahren im Zentrum St. Moritz. Die Anlage und die Umgebung gefällt, aber gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF 1 bemängeln die Zuständigen die fehlenden betrieblichen Anlagen. Man habe deshalb auch schon über Alternativen zu St. Moritz nachgedacht.

Das Höhentrainingszentrum St. Moritz wird vom Bund unterstützt. Es ist eines der fünf Trainingszentren von Swiss Olympic. Der Bund hätte rund zehn Prozent an das zwei Millionen Franken teure neue Betriebsgebäude bezahlt. Diese Gelder bleiben trotz dem Nein der Bürgerversammlung noch reserviert. Allerdings hoffen Bund und Swiss Olympic, dass die Gemeinde St. Moritz bald eine neue Lösung findet.