Streit beigelegt aber die Vergangenheit nicht vergessen

Vor gut fünf Jahren kam es zum Bruch der Bündner SVP. Mit viel Krach und Getöse ist die Partei zerfallen. Entstanden sind die BDP und die neue SVP. Heute wollen beide nach vorne schauen, doch die Vergangenheit ist noch nicht ganz vergessen.

Fans von Eveline Widmer Schlumpf vor dem Bundeshaus Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eveline Widmer-Schlumpf sagte «Ja» zur Wahl und legte damit den Grundstein für die BDP. Keystone

«Den Trennungsprozess muss man als abgeschlossen betrachten», sagt Heinz Brand, Präsident der neuen SVP, «einzelne Ressentiments sind bei einigen wenigen Mitgliedern sicher noch da», sagt er gegenüber der Sendung «Regionaljournal Graubünden» von Radio SRF.

«Natürlich wurde damals viel Geschirr zerschlagen», bilanziert BDP Präsident Jon Domenic Parolini. Heute habe sich die Situation aber deutlich entspannt. Beide Parteien haben sich unterschiedlich positioniert und ihre Anhängerschaft gefunden.

Zum definitiven Bruch zwischen der alten Bündner SVP-Sektion und der Mutterpartei, ist es nach der Bundesratswahl 2007 gekommen. Damals wurde statt Christoph Blocher, Eveline Widmer-Schlumpf gewählt. Die SVP Schweiz schloss in den Monaten darauf die Bündner aus der Partei aus.

Die abtrünnigen Bündner gründeten dann die BDP, später ist auch wieder eine SVP entstanden. Diese ist seit dem Bruch nicht mehr in der Bündner Regierung vertreten. Im nächsten Jahr soll sich das aber ändern, die SVP will bei den Wahlen den zweiten Regierungssitz der BDP angreifen.