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Theater Chur Charmante Begegnung mit einer starken alten Frau

Sie ist ein wenig verwirrt, die alte Frau, die ihre letztes «Stündchen» so lang wie möglich noch hinauszögern will – durcheinander, aber immer wieder auch sehr klar in ihren Ansichten und ihrem abgeklärten Blick auf die Welt. Mit ihrem Pfleger trinkt sie nicht nur Tee, sondern verdealt auch ihre Pillen im Park; ihre Tochter möchte sie am liebsten gar nicht mehr kennen.

Die Schauspielerin Ursina Hartmann spielt die unwürdige alte Dame sehr markant, abwechslungsreich und mit viel unterschwelligem Humor. So ist auch der Text angelegt: als leichte Komödie mit viel Sympathie für ihre Figuren.

Die Regisseurin Ursina Trautmann nimmt den schweren Stoff auf die leichte Schulter, «Stündchen» ist kein schwermütiges Memento mori, keine tiefere Auseinandersetzung mit Demenz und Tod, aber das charmante Protrait einer starken alten Frau und der Figuren in ihrem Umfeld. Eine kurze Begegnung, die auch im Theater nicht länger als eine Stunde dauert.

Ursina Trautmann

Ursina Trautmann ist Dichterin und freie Autorin. Sie lebt mit ihren beiden Töchtern in Felsberg im Kanton Graubünden und schreibt für Bücher,  Bühne und Zeitung. Ihr Bühnendebüt «Pilz» wurde 2014 in Chur uraufgeführt. Für die Novelle «Brief an einen Mann» erhielt Ursina Trautmann 2012 einen Wettbewerbsbeitrag der Bündner Kulturförderung. Und für «Der Bien» erhielt Trautmann 2016 einen Werkbeitrag der Stadt Chur.