Vals und sein Bad Therme Vals soll wieder der Gemeinde gehören

Vor bald fünf Jahren verkaufte die Gemeinde Vals ihre Felsentherme an den Bündner Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Die Gemeinde liess sich damals die Option offen, das Bad zurückzukaufen und in eine Stiftung zu überführen. Heute Donnerstag wurde die Botschaft publiziert. Doch es gibt eine Hürde.

Wegweiser Therme vor grauer Fassade Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Therme Vals soll für die Öffentlichkeit offen bleiben. Keystone

  • Die Gemeinde will die Therme wieder selber besitzen. Sie soll in eine neue Stiftung mit dem Namen «Stiftung Felsentherme Vals» überführt werden.
  • Die Gemeinde kauft dafür die Therme zu einem symbolischen Preis von einem Franken zurück. Diese Möglichkeit war bereits beim Verkauf 2012 im Vertrag festgehalten worden.
  • Die heutige Betreiberin, das Unternehmen 7132, erhält das Recht die Therme unentgeltlich zu nutzen. Sie ist zuständig für den Betrieb und den Unterhalt der Felsentherme.
  • Das Bad soll für die Öffentlichkeit zugänglich bleiben. Einheimische, Eigentümer von Ferienhäusern und -wohnungen sowie Feriengäste können das Bad zu einem angemessenen Preis benützen. Dies soll in einem Dienstbarkeitsvertrag festgelegt werden.

Stockwerkeigentümer blockiert das Projekt

Eine Hürde stellt jedoch noch das Einverständnis aller Bodenbesitzer dar. Die Verhältnisse sind historisch gewachsen und kompliziert. So gehöre ein Teil des Bodens zum Haupthaus, sagt Gemeindepräsident Stefan Schmid. Dieses wiederum sei zum grössten Teil im Besitz der 7132 AG. Zwei Appartements jedoch gehören im Stockwerkeigentum zwei Privatpersonen.

Einer der beiden Personen sei nicht bereit, ihren Anteil am Grundstück an die Gemeinde abzutreten, so Schmid weiter. Der Gemeindepräsident hofft nun, dass sich bis zur Gemeindeversammlung eine Einigung erzielen lässt. Die betreffende Person habe bereits eine Vollmacht gegeben, diese aber wieder zurückgezogen.