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Legende: Audio Maiensäss: Sicherheitsüberprüfung und Kommunikationspanne abspielen. Laufzeit 02:43 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 28.06.2019.
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Todesfall Churer Maiensäss Kantonspolizei informierte die Eltern spät

Bei der diesjähriger Maiensässfahrt stürzte ein vierzehnjähriger Bub ab und starb. Laut der Stadt konnten die Eltern lange nicht kontaktiert werden. Heute sprach der Stadtrat von einer Kommunikationspanne.

Zuerst informierte der Stadtrat über die Zukunft der Maiensässfahrt. «Der traditionsreiche Anlass soll auch in Zukunft stattfinden», erklärte Stadtpräsident Urs Marti. Doch zuerst wolle man die Sicherheitsmassnahmen von einer unabhängigen Firma durchleuchten lassen: «Wir erhoffen mögliche Risiken weiter reduzieren zu können», so der Stadtpräsident.

Es stellen sich so viele Fragen, dass ich die Untersuchungsbehörden nur bitten kann, den Fall prioritär zu behandeln.
Autor: Urs MartiStadtpräsident Chur

Heute war der letzte Schultag vor den Sommerferien. Der Stadtrat hätte gerne darüber informiert, wie es zum tödlichen Unfall kam. Doch bisher gebe es keine Ergebnisse. Diese Ungewissheit sei belastend für alle Beteiligten, erklärte Marti gegenüber Radio SRF: «Es stellen sich so viele Fragen, dass ich die Untersuchungsbehörden nur bitten kann, den Fall prioritär zu behandeln». Dann könne auch die Familie besser betreut werden.

Eingeständnis einer Kommunikationspanne

Dann war es der Stadtregierung wichtig, einen Fehler zu korrigieren. Die Stadt hatte damals nach dem Unfall informiert, dass die Eltern erst Stunden nach dem Unfall erreichbar gewesen seien. Dies sei nicht korrekt gewesen, bedauert heute der Stadtpräsident. Die Eltern hätten ihren Sohn gesucht, schliesslich um 20:30 Uhr die Stadtschule kontaktiert - und so vom Tod ihres Kindes erfahren.

Ich kann schwer verstehen, dass man die Eltern nicht früher auf die Seite nehmen konnte.
Autor: Urs MartiStadtpräsident Chur

Wie der Stadtrat heute erklärte, sei man davon ausgegangen, dass die Kantonspolizei versucht habe die Eltern zu erreichen. Doch erst später sei klar geworden, dass niemand diese kontaktiert habe. Für Marti ein grosser Fehler, der nicht passieren dürfte: «Ich kann schwer verstehen, dass man die Eltern nicht früher auf die Seite nehmen konnte», selbst wenn noch Abklärungen nötig gewesen seien.

Bevor wir die Eltern informieren konnten, mussten wir Gewissheit haben, dass es sich wirklich um diese Person handelt.
Autor: Roman RüeggSprecher Kantonspolizei Graubünden

Die Kantonspolizei wehrt sich gegen den Vorwurf. Der Jugendliche sei kurz vor 17 Uhr abgestürzt und dann mit einem Helikopter geborgen worden, sagt Sprecher Roman Rüegg: «Bevor wir die Eltern informieren konnten, mussten wir Gewissheit haben, dass es sich wirklich um diese Person handelt». Die Identifikation sei kurz nach 20 Uhr passiert.

Laut der Stadt riefen die Eltern schliesslich selber an und wurden mit der Polizei verbunden. Die Kantonspolizei konnte keine Auskunft darüber geben, ob sie nach 20 Uhr versucht hatte, die Eltern zu kontaktieren.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Amthauer  (Peter.A)
    Warum hat es denn so lange gedauert, den verunglückten Jugendlichen zu identifizieren?
    Wie hat man ihn denn schlussendlich identifizieren können?
    Machen das nicht auch die nächsten Angehörigen?
    Diese Angelegenheit gehört aufgeklärt, um die Informationskette in Zukunft verbessern zu können und derartige Fälle in Zukunft zu vermeiden.
    MfG
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  • Kommentar von Franz NANNI  (igwena ndlovu)
    Unfaelle passieren... Irrtuemer passieren.. warum aufwaermen und aufwaermen... Macht den Jungen auch nicht wieder lebendig und dafuer die Eltern um so trauriger..
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  • Kommentar von Karl Müller  (KaMü)
    Schwierig für die Eltern, einige Stunden im Ungewissen zu bleiben. Aber... man stelle sich vor, die Polizei hätte die Leute vom Tod benachrichtigt und es wären die falschen Leute gewesen!!!
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