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Legende: Audio «Die Europäischen Individualgäste fehlen noch», Markus Berger, Medienbeauftragter Schweiz Tourismus abspielen. Laufzeit 21:35 Minuten.
Aus Regionaljournal Graubünden vom 26.02.2019.
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Tourismus Finanzierung «Die Touristen müssen von der Schweiz träumen»

Im Kanton Graubünden - wie in der ganzen Schweiz - sind die Übernachtungszahlen 2018 angestiegen. Gleichzeitig werden die Werbeanstrengungen von Schweiz Tourismus im Ausland kritisiert, sie brächten zu wenig Wirkung.

Das richtige Marketing im Tourismus, ein Gespräch mit Markus Berger, Verantwortlicher Kommunikation Schweiz Tourismus.

Markus Berger

Markus Berger

Kommunikation Schweiz Tourismus

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Der Bündner Markus Berger leitet die Unternehmenskommunikation von Schweiz Tourismus. Zuvor leitete er zwanzig Jahre lang ein PR-Agentur. Vier Jahre lang war er verantwortlich für die Kommunikation zum Tourismusressort-Projekt des ägyptischen Investors in Samih Sawiris in Andermatt.

SRF News: Die Übernachtungszahlen sind 2018 gestiegen. Hat Sie das überrascht?

Markus Berger: Natürlich sind die Zahlen sehr erfreulich. Sie sind sogar noch etwas besser als unsere Prognose. Die Branche hat schwere Zeiten hinter sich mit der Finanzkrise und dem Ende des Euromindestkurses. Die Regionen mussten innovativ sein und es sind viele gute Projekte entstanden. Das führt zum aktuellen Wachstum. Und natürlich waren im letzten Jahr auch die drei nicht beeinflussbaren «Ws» günstig: Wetter, Wirtschaft und Währung.

Noch nicht so weit wie die grossen Tourismusregionen sind die kleineren Täler und ländlichen Gebiete. Was braucht es da?

Die europäischen Gäste. Diese reisen typischerweise auch in kleine Destinationen, Seitentäler und aufs Land. Und weil diese Touristengruppe noch nicht so stark gewachsen ist, haben wir in den kleinen Regionen noch Aufholbedarf. Wir sind bei den Europäern noch 43 Prozent hinter den Gästezahlen von 2008. Hier braucht es konkrete Angebote auf die Bedürfnisse der Einzelnen.

Zwei Professoren der Universität St. Gallen haben kürzlich die These aufgestellt, die internationale Werbung von Schweiz Tourismus nütze zu wenig. Was halten Sie davon?

Die Professoren wollen natürlich eine Diskussion provozieren. Wir machen regelmässig Gästebefragungen und diese zeigen, dass jede siebte Übernachtung auf Marketing zurückzuführen ist. Die Professoren haben aber diesbezüglich recht, dass es ganz konkrete Angebote braucht. Der Velofahrer muss anders abgeholt werden als der Kulturbegeisterte und da setzen wir auch beim internationalen Marketing an.

Das Gespräch führte Martina Brassel.

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