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Trockener Sommer Aufrüsten gegen Wasserknappheit

Der Vorteil Graubündens: Dank den natürlichen Wasserreserven, aber auch den Stauseen, die Wasser zurückhalten, ist die Trinkwassersituation in Graubünden relativ entspannt. Trotz des trockenen Sommers wurde es nirgends kritisch, sagt Remo Fehr vom Amt für Natur und Umwelt. Unproblematisch seien trockene Sommer dennoch nicht.

Malans sucht neue Quellen: Verschiedene Gemeinden haben zum Wasser sparen aufgerufen. So auch Malans. Die Gemeinde hat auch die Brunnen abgestellt und so bis zu 60'000 Liter Wasser pro Tag eingespart. Um die Situation in Zukunft zu entschärfen will man nun weitere Quellfassungen sanieren oder gar neue Quellen erschliessen.

Trockener, leerer Brunnen. Im Hintergrund Blick auf das weite Churer Rheintal.
Legende: In Malans blieben die meisten Brunnen leer. Keystone

Trockene Alpen: Im Gegensatz zu den Talschaften war die Situation auf den Alpen teilweise prekär. Einige Alpen mussten Trinkwasser von Ausserhalb besorgen. Das Trinkwasser wurde per Auto oder Helikopter zu den Alpen transportiert. Für die Zukunft überlegt man sich nun unter anderem am Plantahof, wie man die Situation entschärfen könnte. Beispielsweise mit grösseren Quellfassungen oder neuen Wasserkonzepten.

Alp an einem nebligen Sommertag. Kühe weiden neben dem kleinen Alpgebäude.
Legende: Auf gewissen Alpen ging das Wasser im trockenen Sommer aus. Keystone

Gemeinden erstellen Berichte: Bis 2022 müssen die Bündner Gemeinden dem Kanton Berichte zur Trinkwasserversorgung vorlegen. Dazu fanden in den vergangenen Monaten Infoveranstaltungen statt. Mit den Berichten sollen die Gemeinden aufzeigen, wie sie die Versorgung sicherstellen können, falls eine wichtige Trinkwasserquelle ausfällt.

Wassermangel im Winter: In Ilanz erwarten die Behörden, dass sich der Wassermangel im kommenden Winter auswirken könnte. Deshalb wären jetzt Niederschläge erforderlich, sagt auf Anfrage Gemeindepräsidentin Carmelia Maissen. Die Gemeinde hatte die Einwohner im Sommer dazu aufgefordert, Wasser zu sparen und beispielsweise die Gärten nicht mehr zu bewässern. Der Wasserverbrauch sei in der Folge deutlich zurückgegangen, so Maissen.

Kanton hat vorgesorgt: Für den äussersten Notfall hat der Kanton Graubünden vor rund 1,5 Jahren grosse Tanks und Schläuche gekauft. Diese können im Bedarfsfall in eine Gemeinde geflogen werden, die kein Trinkwasser mehr hat. Wie alle anderen Massnahmen, die man sich derzeit überlegt oder die bereits umgesetzt werden auch dies eine Vorbereitung auf mögliche Auswirkungen des Klimawandels.

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