Umstrittene Tempo-30-Zonen in der Gemeinde Lumnezia

Eine Initiative verlangt, dass die Tempo-30-Zonen in der Gemeinde Lumnezia abgeschafft werden. Für die Initianten sind die Zonen am falschen Ort und pure Schikane für die zahlreichen Pendler im Tal. Der Gemeindevorstand ist gegen die Initiative.

Tempo-30-Tafel. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Eine Initiative will Tempo 30 wieder abschaffen. Keystone

Wer von Ilanz Richtung Süden fährt, der erreicht ziemlich bald das Dorf Cumbel. Die 30er-Zone im Dorfzentrum soll abgeschafft werden. In den Augen der Initianten ist sie am falschen Ort. Es gebe andere, gefährlichere Orte, wo eine solche Zone Sinn machen würde, so Gionin Caduff, einer der Mitinitianten.

Für ihn ist die 30er-Zone in Cumbel pure Schikane für die vielen Pendlerinnen und Pendler, die täglich Richtung Ilanz zur Arbeit fahren würden. Auch gegen die Tempo-30-Zone in Degen wehren sich die Initianten.

Gemeinde gegen Initiative

Der Gemeindevorstand stellt sich gegen die Initiative. Die Temporeduktionen würden zur Verkehrssicherheit beitragen, sagt Duri Blumenthal, Gemeindepräsident von Lumnezia.

Er gibt weiter zu bedenken, dass die Entscheide für Tempo 30 noch die alten Gemeinden vor der Fusion im Tal entschieden hätten. Diese Beschlüsse nun zu kippen, sei unfair.

Schlussendlich entscheidet der Regierungsrat

Sollte sich die Gemeinde für die Abschaffung der Tempo-30-Zonen aussprechen, prüft eine kantonale Fachkommission die Frage. Sie erarbeitet eine Empfehlung an das zuständige Departement. Am Schluss entscheidet der Regierungsrat.