Unterschiedliche Wege bei Konflikt zwischen Wandern und Biken

Schmale, kleine Wanderwege haben eine magische Anziehungskraft auf Mountainbiker. Sehr zum Ärger mancher Wanderer. Biker, die Wanderwege befahren, werden in Appenzell Innerrhoden gebüsst. In Graubünden sind Biker auch auf Wanderwegen willkommen.

Mountainbiker und Wanderer kreuzen sich auf einem Wanderweg im Unterengadin. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Biker und Wanderer können gut aneinander vorbeikommen, darauf setzt der Kanton Graubünden. Keystone

Wege, die sich nicht für Fahrräder eignen, dürfen mit solchen Fahrzeugen nicht befahren werden. In etwa so steht es im Strassenverkehrsgesetz. Die Polizei in Appenzell beruft sich bei ihrer Praxis auf diesen Gesetzesartikel. Wer mit dem Mountainbike auf einem Wanderweg erwischt wird, riskiert eine Busse von 30 Franken.

«Wir versuchen die Interessen aller unter einen Hut zu bringen», sagt dazu Markus Walt gegenüber «Regionaljournal Ostschweiz» von SRF1. Er leitet eine Arbeitsgruppe, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt.

Appenzell sei kleinräumig und an einem schönen Tag komme es durchaus vor, dass sich Wanderer und Biker in die Quere kommen. Mit extra ausgeschilderten Bike-Routen will der Kanton das Ganze in geordnete Bahnen lenken.

Kanton Graubünden sehr liberal

«Wanderrouten sind grundsätzlich auch für Biker offen», sagt Peter Stirnimann. Er ist im Kanton zuständig für den Langsamverkehr. Der grösste Teil der interessanten und schönen Pfade im Kanton sei schon mit Wanderwegen belegt. Die Biker könne man von dort nicht verbannen. «Wir setzen auf gegenseitige Toleranz», sagt Stirnimann, und das habe sich auch bewährt. Ein Verbot dränge sich deshalb nicht auf.