Kulinarik «Verdorrte Blätter haben eine wunderbare pfeffrige Note»

Rebecca Clopath holt die Natur auf den Tisch. Die 28-jährige Bäuerin aus dem Schams ist ausgezeichnete Köchin. Ein Gespräch über ganzheitliches Kochen und unterschätztes Gemüse.

Rebecca Clopaht mit Pflanze in der Hand Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Rebecca Clopath ist ausgezeichnete Naturköchin. Bei ihr kommt sogar Baumrinde in den Kochtopf. ZVG

SRF News: Rebecca Clopath, was macht ein gutes Menu aus?

Rebecca Clopath: Ein gutes Menu ist, wenn man sich etwas überlegt hat. Ich erzähle gerne Geschichten, diese sollen dann das Fundament sein für die einzelnen Gerichte des Menus.

Was ist ihrer Meinung nach das meist unterschätzte Essbare?

Brennessel und Guter Heinrich, das sind Wildgemüse, die man sehr gut zu einem Spinat oder einem Püree verarbeiten kann. Die beiden sind gehaltvoll und schmecken sehr fein.

«  «Ich erzähle gerne Geschichten» »

Rebecca Clopath
Naturköchin

Bei ihnen kommen häufig auch sehr ungewohnte Sachen auf den Teller, am liebsten verkochen sie alles von der Wurzel bis zu den Blättern, warum?

Ich finde es etwas sehr Wertvolles, dass man zeigen kann, dass verschiedene Hölzer eigene Geschmäcker haben. Auch verdorrte Blätter haben eine wunderbare pfeffrige Note. Man kann den Gästen etwas zeigen, dass sie noch nicht kennen und so die Schönheit der Natur hervorheben.

Bewusste Ernährung, wissen wo die Produkte her kommen, sie treffen mit ihrer Art zu kochen den Zeitgeist. Ist es mehr als eine Modeerscheinung?

Ich hoffe schon, dass man wieder etwas zurückkommt auf die Wertschätzung. Schlussendlich ist Essen derart essenziell, das vergessen viele.