Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Von Zug und Auto erfasst Zwei Wölfe in derselben Nacht überfahren

Zu den Unfällen kam es nach Weihnachten in der Surselva. Im Tal muss derzeit vermehrt mit Wölfen gerechnet werden.

Vom 26. auf den 27. Dezember kam es gleich zu zwei Unfällen mit Wölfen. Eine Jungwölfin wurde gegen 23.00 Uhr in Brigels von einem Zug der Rhätischen Bahn (RhB) erfasst, wie das Amt für Jagd und Fischerei schreibt. Sie gehörte vermutlich zum Valgronda-Rudel. Dieses ist in der Region zwischen Ilanz, der Val Sumvitg und der Val Lumnezia beheimatet und hatte in diesem Jahr zum ersten Mal Nachwuchs.

Wolf läuft über die Strasse
Legende: Im Kanton Graubünden leben drei Wolfsrudel. Hier tappt ein Wolf in der Surselva in die Fotofalle (Aufnahme am 10. Mai 2004). Kanton Graubünden/Archivbild

In derselben Nacht wurde eine zweite Wölfin zwischen Trin und Tamins von einem Auto angefahren. Die Polizei wurde umgehend alarmiert, am Unfallort fand man aber nur einige Haare. Erst eine Nachsuche der Wildhut fand das tote Tier. Diese Wölfin dürfte ein im letzten Jahr geborenes Weibchen aus dem Calanda-Rudel gewesen sein.

Sechs Wölfe in einem Jahr

Beide Wölfe werden nun zur genauen Identifizierung ins Zentrum für Fisch- und Wildtiermedizin der Universität Bern gebracht.

Damit sind es nun bereits sechs Wölfe, die in diesem Jahr überfahren wurden. Der letzte Wolf, der in Graubünden auf der Strasse getötet wurde, war vor zwei Wochen bei Tamins im Rückreiseverkehr der Wintersportler von einem Auto überfahren worden.

Derzeit sei vermehrt damit zu rechnen, dass sich Wölfe im Tal und in Siedlungsnähe aufhielten, schreibt der Kanton. Das sei auch der Witterung geschuldet. Die Tiere begeben sich wegen des Schnees auf Futtersuche ins Tal. Dafür queren sie Strassen oder nutzen auch einmal Gleise als Wege.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Thomas Meier  (Harz)
    Anscheinend nutzen Wölfe, Bär und Hirsche die schneefreien Trasses um kraftschonend vorwärts zu kommen. Da auf den Seiten meist hohe Schneemaden sind können Sie nicht schnell genug flüchten. Die Züge im Winter sind dazu aufgrund der Schneedämmung sehr leise.
  • Kommentar von Mark Stalden  (Mark)
    Es ist mir ein Rätsel wieso Wölfe dauernd von Zügen überfahren werden. Ein Auto ok, aber wieso Weicht ein Wolf nicht zurück vor einem Herannahenden Zug???
  • Kommentar von Lothar Drack  (samSok)
    Wer ist also für wen eine Gefahr?
    1. Antwort von jean-claude albert heusser  (jeani)
      Wenn es so weitergeht braucht es, auch keine "Abschüsse"!
    2. Antwort von Walter Schmid  (W. Schmid)
      Wenigstens werden die Wölfe so auf die richtige Anzahl dezimiert. Neun Rudel in der kleinen Schweiz sind eh bereits zu viele.
    3. Antwort von Samuel Nogler  (semi-arid)
      Es war ein Fehler "Fussgängerstreifen" nun "Zebrastreifen" zu nennen, hätte vielleicht in Afrika etwas gebracht; man hätte sie zu "Wolfstreifen" deklarieren müssen.
    4. Antwort von Albert Planta  (Plal)
      In der Schweiz heißen die Fussgängerstreifen nicht Zebrastreifen, weil die Markierungen gelb sind, aber solche , gleich welcher couleur, werden eh nicht von Wildtieren benutzt.