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Wolfshybriden, auch Wolfshunde genannt, sind nicht geschützt
Aus Regionaljournal Graubünden vom 16.02.2020.
abspielen. Laufzeit 02:34 Minuten.
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Vorstoss im Grossen Rat Wie viele Wolfshybriden leben in Graubünden?

Die detaillierten Daten von Wolfs-Proben sollen offengelegt werden. Denn wilde Wolfshunde sind nicht geschützt.

Der Bündner CVP-Grossrat Gian Derungs aus Lugnez verlangt in einer Anfrage, dass alle Daten rund um die Herkunft eines Wolfs offengelegt werden: «Bei Bauern im Lugnez gibt es Unsicherheit, ob es sich bei den Rissen um Wölfe oder Hybriden handelt.» Deshalb fordern er und 50 Mitstreiter die komplette Offenlegung aller Daten.

Saarlooswolfhund steht auf der Strasse.
Legende: Der Saarlooswolfhund ist eine offiziell anerkannte Hunderasse. Er entstand durch die Kreuzung von einem Wolf mit einem Deutschen Schäferhund. Keystone

Die Resultate der DNA-Proben, die das Referenzlabor für Wolfsgenetik an der Universität Lausanne untersucht, sind grundsätzlich öffentlich, jedoch nicht alle Details dazu. Die Diskussion um Hybriden zwischen Wolf und Hund flammen immer wieder auf. Diese sind im Gegensatz zum Wolf nämlich nicht geschützt.

«Diese Diskussion um Wolfshybriden wird seit Jahren von den Wolfsgegnern hochgekocht», sagt David Gerke, Präsident der Gruppe Wolf Schweiz. Eine Studie aus dem vergangenen Jahr im Auftrag des Bundes zeigte zudem, dass die meisten Wölfe in der Schweiz reinrassig sind. Lediglich zwei von Hundert untersuchten Tieren wiesen Hybridisierungsmerkmale auf.

Gian Derungs sagt, er gehe auch nicht davon aus, dass hier Wissen verheimlicht werde. Er befürwortet aber eine grösstmögliche Transparenz zu dieser Thematik und eine öffentliche Diskussion. Bis spätestens im Juni muss die Bündner Regierung die Anfrage beantworten.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von daniel wismer  (yakman)
    Reinrassigkeit ist grundsätzlich eine "Erfindung" der Menschen. Ab welchem Prozentanteil spricht man von einem Hybriden und wer legt diesen fest ? Bei den Wolfsgegnern liegt dieser Wert sicher bei 00,1 % ( die Wolfs - Hybrid -Theorie dient nur als Vorwand um ihn wieder auszurotten ! Schweinchen Siebenschlau lässt grüssen ) Eine Kreuzung kann auch vor 500 Jahren stattgefunden haben. Es ist daher nicht überraschend, wenn z.B. auch russisches - Wolfsblut bei unseren Wölfe gefunden wird.
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  • Kommentar von Pia Müller  (PiMu)
    Woher auch alle die vermuteten Hybriden ?!!? Kaum ein Wolf in CH hat sich je so stark an eine Gemeinde genähert, um eine Schäferhündin oder andere Hündin zu treffen.
    Völliger Schwachsinn !!!
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    1. Antwort von Beppie Hermann  (Eine rechte Grüne)
      Wohl eher umgekehrt, paarungswillige, wohlduftende Wölfinnen werden von herumlungernden, unkastrierten Schäferrüden gedeckt, sie sollte man abschiessen und ihre Besitzer zur Rechenschaft ziehen.
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  • Kommentar von Matthias Rey  (matthiasrey)
    Wölfe auf dem Üetliberg, im Sihlwald oder in der Nähe anderer grossen Städte wären dort besser aufgehoben als in den dünn besiedelten Gebieten wie Graubünden und Wallis. Denn ein Wolf nähert sich eher einem einzelnen Haus oder einem Weiler als einer Stadt. Im Kanton Zürich wäre der Wolf wohl kaum eine Gefahr für die Bevölkerung. Er wäre dort gewiss auch weniger umstritten - inklusive Hybriden.
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