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Wahlen in Graubünden BDP hält «Schaden in Grenzen»

Die Sitze im Grossen Rat sind definitiv verteilt: SP, FDP und GLP gewinnen, BDP und CVP verlieren, die SVP stagniert.

Legende: Audio BDP und FDP holen letzte Sitze abspielen. Laufzeit 01:56 Minuten.
01:56 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 01.07.2018.

In drei Wahlkreisen war ein zweiter Wahlgang nötig. In einem Kreis kam es zu Nachwahlen in den Grossen Rat des Kantons Graubünden. BDP und FDP haben sich durchgesetzt. Die SVP ging leer aus. Sie hatte in einem der drei Wahlkreise ihren Kandidaten kurz vor dem zweiten Wahlgang zurückgezogen.

Verteilung der Grossratssitze 2018

Partei
Sitze 2010
Sitze 2014
Wahlen 2018
+ / -
FDP383436
+ 2
CVP333130
- 1
BDP262723
- 4
SP121518
+ 3
SVP499
 0
GLP223
+ 1
Parteilos5
2
1
- 1

BDP holt auf

Die BDP war nach dem ersten Wahlgang arg gebeutelt. Sie musste rund die Hälfte ihrer bisherigen Kandidaten ersetzen, dies ist bei Majorzwahlen besonders schwierig. Beim heutigen zweiten Wahlgang aber konnte sich die Partei in zwei von drei Wahlkreisen durchsetzen. Somit hat die BDP gegenüber den letzten Wahlen 4 der 27 Sitze eingebüsst. «Wir sind nun mit einem blauen Auge davongekommen», kommentiert Wahlkampfleiter Gian Michael den Wahltag.

Legende: Video Auftrieb für die Bündner BDP dank Jungen abspielen. Laufzeit 03:27 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 02.07.2018.

FDP gewinnt nochmals Sitz

Die FDP gewinnt den Grossratssitz heute in einem Kreis. Sie bleibt stärkste Partei im Rat mit nun 36 Sitzen. Die CVP konnte bei einer Nachwahl ihren Sitz verteidigen. Die Nachwahl war nötig, weil Grossrat Marcus Caduff am 10. Juni gleichzeitig auch als Regierungsrat gewählt wurde. Die CVP verliert unter dem Strich einen Sitz und bleibt zweitstärkste Fraktion mit 30 Sitzen.

SP gewinnt am meisten

Die SP ihrerseits hatte schon im ersten Wahlgang drei Sitze dazugewonnen. Mit 18 Sitzen ist es die stärkste Fraktion, die die SP jemals im Grossen Rat hatte. Auch einen Sitz gewonnen hat die GLP. Mit ihren nun drei Sitzen allerdings kann die Partei keine eigene Fraktion bilden.

SVP auch Verliererin

Zu den Verlierern der Wahlen 2018 gehört nach diesem zweiten Wahlgang aber auch die SVP. Sie schaffte auch im dritten Anlauf den Einzug in die Regierung nicht. Bei den Grossratswahlen blieb sie auf ihren neun Sitzen sitzen. Sie verfehlte damit ihre Wahlziele ganz klar.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Ruedi Lais (Ruedi Lais)
    Zuletzt hatte die SVP nicht 9, sondern 10 Grossratssitze, weil der 2014 als parteiloser gewählte Beath Nay (Kreis Chur) 2017 der SVP (wieder) beitrat. Er wurde 2018 nicht wiedergewählt, wodurch die SVP im Kreis Chur wegen des Majorzsystems wieder 0 Sitze hat.
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    1. Antwort von Sitzverteilung
      Die Sitzverteilung (auch Sitz-Gewinn/-Verlust) bezieht sich immer auf das jeweilige Datum der Wahlen. Natürlich gibt es innerhalb einer Legislatur Verschiebungen und/oder Parteienwechsel. Das ergibt jeweils andere Zahlen.
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  • Kommentar von Marlies Artho (marlies artho)
    Wieso kommt SRF auf SVP Verlierer, die haben doch gar keinen Sitz verloren im Gegensatz zu den 3 Parteien BDP -4 Sitze, CVP -1 Sitz, Parteilos - 1 Sitz. Komisch wie kommt man auf Verlierer bei einer Stagnierung der Sitze mit 0 Verlust, zudem hat die SVP kurz vor der Wahl ihren Kandidaten zurück gezogen, wie sie hier aufzeigen.Können Sie mir dies erklären wie dies bei SRF gerechnet wird. BDP ist somit doch der grösste Verlierer - 4 Sitze oder etwa nicht, sicher nicht im Aufwärtstrend.
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    1. Antwort von SRF News
      Bei den Gesamterneuerungswahlen schaffte es die SVP zum dritten Mal in Folge nicht, in die Regierung einzuziehen. Bei den Grossratswahlen zog die SVP vor dem zweiten Wahlgang ihren Kandidaten zurück. Die SVP hat somit klar ihre Wahlziele verfehlt, was die Partei auch selbst bestätigt. Wie im Artikel geschrieben zählt die BDP insgesamt zu den Verlierern, hat jedoch im zweiten Wahlgang zwei von drei möglichen Sitzen gutgemacht.
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    2. Antwort von Marlies Artho (marlies artho)
      SF herzlichen Dank für Ihre Auskunft. Rechnete nur die Verluste jener Parteien, jedoch nicht das gesamte Vorgehen. So kam ich auf diese Frage. Politik ist oft schwer zu verstehen, dies habe ich nun festgestellt. DANKE!
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Gesamthaft betrachtet ist die SP die grosse Gewinnerin. Die aus SVP-Verraetern abgesplitterte BDP schmilzt - allerdings noch auf hohem Nivo - immer schneller ab, derweil die SVP - allerdings noch auf tiefem Nivo - aus dem Fasttotalschaden wieder zulegt. Der BDP-Erfolg war allein ein EWS-Strohfeuer, in allen anderen Kantonen am verloeschen, und nur in GR noch nennenswert....
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