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Wahlen St. Moritz «Von heute auf morgen kann ich keine Wunder vollbringen»

Legende: Audio Wahlversrpechen und grosse Erwartungen. abspielen. Laufzeit 05:53 Minuten.
05:53 min, aus Regionaljournal Graubünden vom 08.10.2018.

SRF News: Christian Jenny, ihr Wahlkampfslogan war «St. Moritz kann es besser». Damit und mit vielen Wahlversprechen haben Sie in der Bevölkerung Erwartungen geschürt. Spüren Sie bereits einen gewissen Druck?

Christian Jenny: Der Druck ist hoch und die Erwartungen auch. Aber auch die Hoffnungen sind gross. Es gibt aber wenige Orte, die ein so grosses Potenzial haben wie St. Moritz. Um dieses auszuschöpfen, brauche ich aber die Bevölkerung und einen Gemeindevorstand mit neuen Ideen und altem Wissen. So könnten wir viel bewegen.

Christian Jenny

Christian Jenny

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Christian Jenny ist Kulturmanager, Entertainer und Sänger, zudem organisiert er seit 2008 jährlich das Festival da Jazz in St. Moritz. Der bald 40-jährige Jenny ist parteilos und wird ab Januar 2019 Gemeindepräsident des Oberengadiner Kurorts sein.

Bewegen wollen Sie unter anderem das Projekt einer Eishalle. Seit Jahren versucht St. Moritz vergeblich, eine Eishalle zu bauen. Weshalb soll es nun klappen?

Das ist eine gute Frage. Ich allein kann von heute auf Morgen auch keine Wunder vollbringen. Wir müssen uns die Frage stellen, warum es bisher nicht geklappt hat und mit den Gegnern verhandeln. Wenn es nicht funktioniert, müssen wir eben erneut verhandeln.

Am Sonntag haben Sie noch gesagt, im Januar könne man sich an die Umsetzung der Eishalle machen. Glauben Sie wirklich daran?

Nein, das war eine überspitze Aussage. St. Moritz hat noch andere und wichtigere Probleme. Wir müssen aufhören, über einzelne Projekte zu diskutieren. Da wäre ja auch noch die baufällige, historische Reithalle, für die man ein neues Konzept sucht. Ich muss mir jetzt Zeit lassen und mir einen Überblick verschaffen. Es braucht eine Auslegeordnung und eine Prioritätenliste.

Es braucht jetzt eine Auslegeordnung und eine Prioritätenliste.
Autor: Christian Jenny

Bezüglich dieser Projekte haben Sie aber im Wahlkampf Erwartungen geweckt. Müssen Sie einige Wähler enttäuschen?

Ich weiss nicht, was nun genau auf mich zukommt. Ich werde nicht gleich zu Beginn alle Erwartungen erfüllen können. Aber ich probiere es.

Bisher kannte man Sie vor allem als Entertainer, Sänger und Leiter des «Festival da Jazz» im Oberengadin. Wo müssen Sie künftig zurückstecken?

Ich werde nicht mehr drei Theaterproduktionen pro Jahr realisieren können. Das Festival da Jazz hat zwei neue Mitarbeiterinnen, dort muss ich nun loslassen. Als Berater werde ich im Hintergrund aber weiterhin mitwirken.

Das Gespräch führte Marc Melcher

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