Was im Tirol der «Ötzi» ist in Graubünden die «Porchabella»

Im Rahmen der Ausstellung «Kaltes Eis» wird die Gletscherleiche «Porchabella» aus dem 17. Jahrhundert erstmals in Graubünden ausgestellt.

Projektleiterin Leandra Reitmeier vor einer Glasvitrine mit Funden aus dem Gletscher. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Sie waren Jahrhunderte im Gletschereis verborgen. Einige dieser Objekte zeigt die Projektleiterin Leandra Reitmaier. SRF

Die Klimaerwärmung lässt das «ewige Eis» der Alpen rasant dahinschmelzen. Dabei kommen immer wieder Objekte ans Licht, die Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende im Gletschereis verborgen waren.

Diese Funde sind für die Wissenschaft oft von enormer Bedeutung. Warum das so ist und welche Geschichten selbst unscheinbare Gegenstände erzählen, ist in der kleinen Sonderausstellung des Rätischen Museums zu entdecken.

Einen Ausstellungsschwerpunkt setzt die erste öffentliche Präsentation der sterblichen Überreste und persönlichen Gegenständen der Porchabella. Die junge Frau war Ende des 17.Jahrhunderts am Kesch-Gletscher verunglückt und ist zwischen 1988 und 1992 wieder aus dem Eis ausgeschmolzen.

Sie ist die bisher einzige historische Gletscherleiche Graubündens.