Gesundheitstourismus Was schweizweit scheiterte, soll in Graubünden funktionieren

Graubünden will den Gesundheitstourismus vorantreiben. Dazu könnte schon bald eine neue Organisation entstehen. Ein ähnliches nationales Projekt scheiterte grösstenteils.

Zwei Patienten in und neben einem Swimmingpool Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Zürcher Höhenklinik in Davos ist ein mögliches Beispiel für Gesundheitstourismus in Graubünden. Keystone

Die Förderung des Gesundheitstourismus hat sich die Bündner Regierung für die kommenden Jahre fest vorgenommen. Deshalb wurde vor einiger Zeit eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich mit dem Thema beschäftigt.

Die Gruppe steht zwar noch am Anfang ihrer Arbeit. Eine erste Idee steht aber schon im Raum. Die Rede ist von einer Art Tourismusorganisation für den Gesundheitstourismus. Darin könnten sich Kliniken, Spitäler und Hotels zusammenschliessen. Dies berichtet das Branchenportal «medinside».

«Eine Nische finden»

Ein ähnliches Projekt wurde 2008 bereits schweizweit lanciert. Dieses Projekt ist aber nie wirklich in die Gänge gekommen - über die Hälfte der involvierten Partner sind inzwischen ausgestiegen.

«Die Konkurrenz aus dem Ausland ist ganz einfach gross», erklärt Experte Max Nadig. Niemand fliege um die halbe Welt, um sein Knie in der Schweiz operieren zu lassen. Dennoch glaubt er an die Chancen der Bündner Idee: «Man muss sich einfach auf eine Nische konzentrieren, dann kann es funktionieren.»

Unter anderem ist eine Website angedacht, die als Buchungsplattform für den Gesundheitstourismus dient.