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Graubünden Widerstand gegen den neuen Nationalpark Adula

Im Nein-Komitee sind Vertreter aus allen 17 Park-Gemeinden zusammengeschlossen. Sie wollen den Park mit allen Mitteln verhindern. Der Abstimmungskampf finde dabei vor allem «auf der Strasse, bei den Leuten statt».

Berglandschaft in der Greina-Ebene.
Legende: Umstrittenes Projekt: Die Greina-Ebene wäre im Kern des geplanten Nationalparks Adula. Keystone

Die Gegnerschaft des neuen Nationalparks Adula hat sich formiert. Auf dem Lukmanierpass präsentierten sie am Donnerstag erstmals der Öffentlichkeit ihre Argumente. Haupttenor: Keine neuen Vorschriften, kein doppelter Schutz der Greina-Hochebene, keine übergeordneten Gremien, welche den 17 Park-Gemeinden Vorschriften machten.

Vertreter aus allen Gemeinden

Im Nein-Komitee sind Vertreter aus allen 17 Park-Gemeinden zusammengeschlossen. Sie wollen gemeinsam den Park verhindern. Der Abstimmungskampf finde dabei vor allem «auf der Strasse, bei den Leuten statt». Das Komitee ist parteiunabhängig organisiert. Es bezahle seine Unkosten aus Spenden oder aus der eigenen Tasche, sagen die Mitglieder. Rund 20 Personen aus allen Parteien und Schichten gehören der Gruppierung an.

Wir brauchen keinen neuen Park. Die Region, besonders die Greina-Hochebene, ist geschützt genug.
Autor: Pablo MaissenMitbegründer Nein-Komitee

Hauptargument der Gegner

Pablo Maissen, einer der Mitgründer des Komitees sagt: «Wir brauchen keinen neuen Park. Die Region, besonders die Greina-Hochebene, ist geschützt genug.» Die Parkvorschriften würden überdies die Souveränität der Gemeinden beschneiden. Wenn der Nationalpark verwirklicht würde, könnten die Gemeinden nicht mehr frei entscheiden.

Wenig vertrauen

In die Parkpromotoren und deren Darstellungen hat das Nein-Komitee wenig vertrauen. Sie würden auch nicht verstehen, warum bis heute noch kein definitiver Parkvertrag auf dem Tisch liege, obwohl die Abstimmung in zwei Monaten über die Bühne gehe. Die Parkpromotoren hätten Millionen zur Verfügung und 15 Jahre Zeit gehabt, die Arbeiten entsprechend zeitig abzuschliessen, kritisiert das Nein Komitee.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Norman Butterkopf (Norman)
    Alle 17 Gemeinden sollten in dieser Gruppe vertreten sein? Ich habe auf den Zeitungen die Gegnerliste gelesen, und dort habe ich keine Namen aus dem Calancatal, Misox, Rheinwald gefunden. In dem Nein-Kommittee fehlen Vertreter aus 3 von 5 Regionen. Und ein 12Minuten langes Interview mit einer Person, die nichts übers Projekt kennt finde ich übertrieben. Wo sind die Meinungen der Befürworter? Als öffentliche Anstalt solltet ihr beide Seiten darstellen. Grüsse aus dem sonnigen Calancatal Norman
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