Wirtschaftsentwicklung: Vorboten zur Debatte im Parlament

Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Grossen Rates hat den Bericht über die Wirtschaftsentwicklung im Kanton Graubünden behandelt. Mit der Stossrichtung sind die Verantwortlichen zufrieden. Trotzdem wird es eine kontroverse Debatte werden.

Wanderer in den Bündner Bergen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Tourismus im Kanton Graubünden soll weiterhin gefördert werden. Keystone

Das Debakel um die Grosssägerei in Domat Ems. Ein Unternehmer der Sensoren im St. Galler statt im Bündner Rheintal produziert, weil die Bedingungen dort besser seien. Solche und ähnliche Beispiele haben für einen Aufschrei gesorgt. Seit Jahren fordert die Politik ein neues Wirtschaftsförderungsgesetz.

Einen umfassenden Bericht als Diskussionsbasis hat die Regierung im Sommer vorgelegt. An sieben Sitzungen hat sich die grossrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben mit dem Bericht beschäftigt. Nun teilen die Verantwortlichen mit, die Stossrichtung des Berichtes stimme.

Umstrittene Förderung von einzelnen Unternehmen in Graubünden

Umstritten in der Kommission war die einzelbetriebliche Förderung . Eine Kommissionsmehrheit unterstützt dabei den Vorschlag der Regierung. Sie will in Zukunft auf die einzelbetriebliche Förderung verzichten. Hingegen soll Graubünden im Steuerwettbewerb mit den Ostschweizer Kantonen und dem Tessin weiterhin konkurrenzfähig sein und Steuererleichterungen sollen weiterhin möglich sein.

Der Grosse Rat behandelt den Bericht über die Wirtschaftsentwicklung im der Dezembersession 2014. Danach muss die Regierung einen Gesetzesentwurf für ein neues Wirtschaftsförderungsgesetz erarbeiten.