Wohnungsbau schrumpft

Der Wohnungsbau wird im Kanton Graubünden um einen Drittel wegbrechen, die gesamten Bauinvestitionen um 11 Prozent. Dies die Prognose des Wirtschaftsforschungsinstitutes Bakbasel. Grund sei die Zweitwohnungsinitiative.


Bauen Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Frostig - so sieht die Bauwirtschaft die Bündner Bau-Zukunft. Keystone

Die Zweitwohnungsinitiative wird sich in den nächsten vier Jahren stark auf die Bündner Baubranche auswirken: Der Wohnungsbau wird um einen Drittel wegbrechen, die gesamten Bauinvestitionen um 11 Prozent. Zu diesem Schluss kommt eine Prognose des Wirtschaftsforschungsinstitutes Bakbasel.

Die Studie hat der Bündner Baumeisterverband in Auftrag gegeben. Sie wurde am Donnerstag vorgestellt. Danach sind in einzelnen Regionen die prognostizierten Rückgänge des Bauvolumens von 2015 bis 2019 dramatisch.

Grosser Rückgang

Im Prättigau, in der Surselva und im Raum Schanfigg-Davos schrumpft der Wohnungsbau, Wachstumstreiber der vergangenen Jahre, im Vergleich mit dem Zeitraum 2010 bis 2014 um mehr als die Hälfte, in Mittelbünden um fast zwei Drittel.

Positiv: Bündner Rheintal

Federn lassen müssen im Wohnungsbau alle Regionen ausser dem Bündner Rheintal. Dort wird ein Wachstum von über 20 Prozent erwartet, da die Region kaum vom Zweitwohnungsstopp betroffen ist. Gedämpft wird der Rückgang vom erwarteten Wachstum im übrigen Hochbau (+3 Prozent) und im Tiefbau (+19 Prozent).

Gesamtvolumen schrumpft

Unter dem Strich werden die Gesamtinvestitionen in Mittelbünden, im Unterengadin, in den Südtälern und im Oberengadin um 10 bis 20 Prozent zurückgehen, im Prättigau und im Raum Schanfigg-Davos um rund 28 Prozent.
Am härtesten trifft es die Surselva, wo ein Einbruch des Gesamtvolumens um 36 Prozent erwartet wird. Einzig im Bündner Rheintal wird ein Wachstum erwartet - mit 23 Prozent ein starkes gar.