WWF und Kanuten demonstrieren gegen Kraftwerksprojekte

Der Alpenfluss Glenner im Kanton Graubünden soll zur Stromgewinnung genutzt werden. Das passt dem WWF und den Schweizer Kanuten nicht. Gegen die neuen Kraftwerkspläne haben sie demonstriert.

Kantuen auf dem Glenner. WWF-Aktivisten mit Transparent am Flussufer. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der Glenner ist der letzte grosse, frei fliessende Zufluss zum Voderrhein. zvg

Neue Kraftwerks-Projekte bedrohten die letzten Alpenflüsse, heisst es vom WWF Schweiz. So auch den Glenner im Kanton Graubünden. WWF-Aktivisten und Kantuen demonstrierten unweit von Ilanz gegen die neuen Kraftwerkspläne in Graubünden.

Einsprache noch hängig

Dort sollten im hinteren Lugnez zur Stromproduktion fünf Wasserfassungen abgeleitet werden. Wertvolle Lebensräume und Auen von nationaler Bedeutung seien gefährdet, warnt der WWF-Experte Christopher Bonzi.

Bereits früher haben sich mehrere Umweltverbände und der Bündner Fischereiverband mit einer Einsprache beim Kanton gegen das Projekt am Glenner gewehrt. Die Einsprache ist noch hängig.

Wenn dem Bach so viel Wasser fehle, werde der Kanusport auf diesem Fluss sehr stark eingeschränkt, sagte Christian Ryser vom Schweizerischen Kanu-Verband. Der Glenner ist der letzte grosse, frei fliessende Zufluss zum Vorderrhein.