Zu viele Rekurse an Talentschulen

120 Kinder und Jugendliche haben im letzten Februar die Aufnahmeprüfung an eine Talentschule in Graubünden gemacht. Rund ein Drittel der Kinder hat nicht bestanden. Das hat zu einer Flut von Rekursen geführt und zu Änderungen beim Reglement.

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Bildlegende: Talentschule Surselva, eines der vier kantonalen Angebote. zvg/Kanton Graubünden

26 Rekurse hat es rund um die Aufnahme an die Bündner Talentschulen gegeben. Zu viele, sagt dazu der zuständige Regierungsrat Martin Jäger. Es habe sich in den letzten Jahren gezeigt, dass das Prüfungsverfahren für die Aufnahme an eine Talentschulen zu wenig transparent und zu wenig nachvollziehbar sei.

Prüfungsreglement angepasst

Nun hat die Regierung per Verordnung das System angepasst. Neu organisiert der Kanton nicht nur die Prüfungen, er ist neu auch verantwortlich für die Kommunikation. Eltern und Schüler werden nicht mehr von den Schulleitungen, sondern von den Prüfungsverantwortlichen über bestandene oder nicht bestandene Prüfungen informiert. Weiter geht es bei den Prüfungen nicht mehr nur darum, das Talent eines Kindes zu bewerten. Mit einem Test wird auch das Potential für die Zukunft eines Kindes ermittelt.

Angebot gefragt

2009 wurde Graubündens erste Talentschule in Ilanz eröffnet. Die Nachfrage scheint gross. Inzwischen gibt es bereits vier solche Schulen im Kanton. Rund 150 Kinder und Jugendliche besuchen das Angebot.