Zwischen Lobbyarbeit und echter Partei

Vor bald einem Jahr ist die Tourismuspartei gegründet worden, ihr Präsident: der Aroser Kurdirektor Pascal Jenni. Heute hat die Partei 70 zahlende Mitglieder, Jenni blickt aber positiv in die Zukunft. Im Wallis soll eine weitere Sektion gegründet werden.

Touristen im Kanton Graubünden. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Den Tourismus ankurbeln und unterstützen, das Ziel der Tourismuspartei. Keystone

Allzu viel hört man nicht von der Tourismuspartei, die im August vor einem Jahr gegründet wurde. Dennoch ist der Aroser Präsident Pascal Jenny zufrieden. Verschiedene Nationalräte hätten von seiner Partei für die Anliegen des Tourismus sensibilisiert werden können, sagt Jenny im «Regionaljournal Graubünden». Und das sei eines der Hauptanliegen der Partei. Zudem werde demnächst im Wallis eine weitere Sektion der Tourismuspartei gegründet.

Inputgeber - keine richtige Partei

Sie setzt sich für die Anliegen des Tourismus ein, eine klassische Partei ist die Tourismuspartei aber nicht. «Wir sehen uns als Inputgeber und wir leisten vor allem Lobbyarbeit», sagt Jenny. Eigene Listen mit Kandidaten für den Nationalrat gibt es keine. «Das werden wir erst dann machen, wenn wir sehen, dass unsere Lobbyarbeit nichts fruchtet», sagt Jenny.

Chancen werden der Partei aber nur kleine zugerechnet, sollte sie den Schritt zu einer «richtigen» Partei mit Listen und Kandidaten wagen. Marcus Caduff, CVP-Kantonsrat und Präsident der Tourismusgruppe des Grossen Rates, lobt zwar die Lobbyarbeit für den Tourismus. «Aber mit ihrer monothematischen Ausrichtung dürfte die Tourismuspartei als echte Partei nur eine kleine Lebensdauer haben.»