Ärzteausbildung: St. Gallen spannt mit Zürich zusammen

Die eigene Masterausbildung für Ärzte nimmt im Kanton St. Gallen Formen an. Die Universität St. Gallen, das St. Galler Kantonsspital und die Uni Zürich wollen sie gemeinsam anbieten. Dem Kooperationsprojekt könnte eine Anschubfinanzierung des Bundes folgen.

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Bildlegende: Mit dem Masterstudiengang möchte der Kanton St. Gallen an Stärke gewinnen. SRF

An der Uni St.Gallen und am Kantonsspital St.Gallen sollen in vier Jahren 40 Studentinnen und Studenten ihre Masterausbildung in Humanmedizin absolvieren können. Das neue Angebot basiert auf einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Universität St.Gallen und dem Kantonsspital St. Gallen auf der einen Seite und der Universität Zürich auf der andern.

Bund könnte sich finanziell beteiligen

Der neue Studiengang «Medical Master St.Gallen» soll dem Ärztemangel entgegenwirken. Der Bundesrat hat einen Betrag von 100 Millionen Franken für die Jahre 2017 bis 2020 gesprochen, der zur Anschubfinanzierung für zusätzliche Studienplätze dienen soll. Bei einer Berücksichtigung des St.Galler Projekts dürfte der Kanton einen tiefen einstelligen Millionenbetrag erhalten.

Dem Kooperationsprojekt mit der Universität Zürich sind intensive Verhandlungen vorausgegangen. Die Kooperation wird getragen vom Universitätsrat St.Gallen, dem Verwaltungsrat der Spitalverbunde, von den Kaderärzten am Kantonsspital und der Ärztegesellschaft des Kantons St.Gallen. Der Universitätsrat der Universität Zürich und die Regierung des Kantons Zürich müssen dem Projekt noch zustimmen.