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Kantonsärztin Danuta Reinholz: «Angst haben müssen die Eltern nicht.»
Aus Regionaljournal Ostschweiz vom 31.10.2019.
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Ansteckendes Bakterium Neue Fälle von Hautinfektionen in St. Galler Schule

  • Angesteckt wurden seit Ende 2018 zwei Lehrpersonen und 25 Schülerinnen und Schüler.
  • Trotz intensiver Hygienemassnahmen und Behandlung erkrankter Personen sind weitere Fälle aufgetreten.
  • Wo und weshalb sich die Betroffenen mit dem Bakterium angesteckt haben, ist noch unklar.
  • Ende November führt der schulärztliche Dienst St. Gallen eine Reihenuntersuchung aller Schüler und Lehrpersonen durch.
  • Die Eltern und Lehrer wurden informiert. Die Stadt hat rund 500 Briefe verschickt.

In der Schule Engelwies geht das MRSA-Bakterium um. Wie der Kanton mitteilt, ist das ansteckende Bakterium in den vergangenen Monaten bei 25 Schülerinnen und Schülern und bei zwei Lehrpersonen aufgetreten.

Diese Infektionen können bei Immunschwäche zu Komplikationen führen, heisst es in einer Mitteilung. Noch sei unklar, wo und weshalb sich die Betroffenen mit dem Bakterium angesteckt hätten.

Reihenuntersuchung

Deshalb unternimmt der Kanton zusammen mit der Stadt in den beiden Schulhäusern Engelwies vom 25. bis 27. November eine Reihenuntersuchung aller 400 Schülerinnen und Schüler und der rund 50 Lehrpersonen. Damit wolle der stadtschulärztliche Dienst alle Personen mit einer akuten Infektion identifizieren und die Suche nach dem Übertragungsort vertiefen, sagt Kantonsärztin Danuta Reinholz gegenüber SRF News.

MRSA-Bakterium

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Das Hautbakterium Staphylococcus aureus ist bei rund 30 Prozent aller Menschen Teil der normalen Hautflora und kommt auch in der Nase oder im Rachen vor. Meistens ist es empfindlich auf gängige Antibiotika. Die multiresistente Form MRSA kam in den letzten drei Jahren bei circa sechs Prozent der Bevölkerung in der Ostschweiz vor. MRSA sind nicht aggressiver als «normale» Staphylokokken. Der Unterschied liegt in ihrer teilweisen Antibiotikaresistenz, was die Behandlung erschwert. Die Behandlung von Infektionen erfolgt deshalb mit ausgewählten Antibiotika. Wie alle Staphylokokken werden auch die MRSA meistens durch direkten Hautkontakt, über Hände oder gemeinsam benutzte Gegenstände wie beispielsweise Handtücher übertragen.

Das MRSA-Bakterium ist gegenüber einigen Antibiotika resistent, was die Behandlung erschwere. Es verbreitet sich meist an Orten, wo sich viele Menschen gleichzeitig aufhalten. Die Infektion könne bei Immunschwäche zu Komplikationen führen.

Eitrige Pusteln

Im Schulhaus Engelwies ist Ende 2018 der erste Fall dieser Hautinfektion - vorwiegend eitrige Pusteln - aufgetreten. In der Folge wurden die Hygienemassnahmen verschärft, ohne den erhofften Erfolg. In den letzten Wochen sind weitere Fälle aufgetreten.

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