Aronia-Beere schreibt Erfolgsgeschichte

Seit fünf Jahren werden im Thurgau Aronia-Beeren angepflanzt. In diesem Jahr wird die Ernte rund 25 Tonnen betragen. Und diese ist bereits verkauft.

Aronia-Beeren am Strauch Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Gesunde Beere: Grossmengen an Aronia-Beeren werden derzeit geerntet. zvg

Die Aronia-Beeren kommen ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Erst 1834 gelangten sie via Russland nach Europa. In der Schweiz werden sie erst seit 2008 angebaut – derzeit auf einer Fläche von rund 35 Hektaren. In den kommenden fünf Jahren soll die Ernte auf 500 Tonnen anwachsen, sagt Jürg Weber, Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Aronia und der Landi Hüttwilen, die den Vertrieb koordiniert, gegenüber der Sendung «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF1.

In diesem Jahr ist die Ernte bereits an die Biotta AG in Tägerwilen verkauft. Die Beeren verarbeitet die Thurella-Tochter zu Fruchtsaft. Doch die in der Schweiz angebauten Früchte reichen nur für die Hälfte der Saft-Produktion. Den Rest kauft das Unternehmen Biotta aus dem Ausland zu. «Doch wir sind zuversichtlich, dass wir schon bald den gesamten Bedarf aus der Schweiz decken können», sagt Clemens Rüttimann, Geschäftsführer der Biotta AG.

Die Aronia-Beeren sind reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien. Forscher um Sabine Kulling von der Universität Potsdam konnten 2008 einen positiven Effekt auf die Gesundheit bestätigen, wie das Team im Fachblatt «Planta Medica» festhielt. Weil die Aronia-Beere biologisch zu den Rosengewächsen gehört und damit als Wirtspflanze für den Feuerbrand-Erreger dient, wurde das Risiko von Experten der landwirtschaftlichen Beratungsstelle Arenenberg intensiv abgeklärt, sagt Jimmy Mariéthoz, Leiter Gemüse- und Beerenanbau.