Attila, ein Held im Zweifel

Die 8. St. Galler Festspiele führen dieses Jahr die Oper «Attila» von Giuseppe Verdi auf. Für die Schauspieler und Sängerinnen ist es eine grosse Herausforderung, weil diese Oper musikalisch als eine der schwierigsten gilt. Das Ensemble kann aber auf ein Stammpublikum zählen.

Der Hunnenkönig Attila zieht mit seinem Heer brandschatzend durch das römische Reich. Städte liegen in Trümmern und das Volk befindet sich auf der Flucht. Attila erobert Aquileia und tötet dessen Herrscher. Odabella, die Tochter des Herrschers, beeindruckt Attila mit ihrem Mut und Schönheit. Doch diese möchte nur eins, sie will den Tod ihres Vaters rächen.

Diese Geschichte spielt sich auf einem Bühnenbild ab, welches Trümmer, Schutt und Leichen zeigt. 100 Leichen aus Kunststoff stellen die Gewalt des Kriegthemas dar. Auf der Bühne selbst kommt es zu einer Gewaltszene, nämlich jener, in der Odabella Attila eine Lanze in die Brust stösst und tötet.

Bei dieser Inszenierung wird ein Attila gezeigt, der zwischen zwei Welten hin- und hergerissen ist. Auf der einen Seite möchte er das römische Reich zerstören, auf der anderen ist er in die Tochter seines Feindes verliebt. Es gibt keine Gewinner und keine Sieger in diesem Stück.

Am Freitag feiert «Attila» Premiere. Das Regionaljournal Ostschweiz von SRF1 besuchte eine Hauptprobe.