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Auf eigene Gefahr Bootfahren im Walensee bleibt riskant

Am Nordufer des Walensees ist beim Bootfahren Vorsicht geboten: Beim ehemaligen Steinbruch Lochenzen in der Nähe von Walenstadt stürzen immer wieder Felsen ins Wasser – im vergangenen Oktober waren es ganze 25 Tonnen. Die Situation hat sich bis jetzt nicht entschärft.

Tafeln weisen auf Risiko hin

Ganz so schlimm sei es zwar nicht mehr, sagt Kurt Reich, Leiter des Amts für Schifffahrt des Kantons St.Gallen. Aber: Es könne jederzeit ein Stein zu fliegen kommen. Das Bootfahren bleibt also riskant. Mit Tafeln wird auf das Risiko hingewiesen. Mehr könne man nicht machen, so Kurt Reich: «Sonst müssten wir von Walenstadt bis Weesen fast den ganzen Uferbereich sperren», sagt er.

Die Gemeinden rund um den Walensee machen auf ihren Internetseiten auf das Risiko aufmerksam. Allerdings: Systematisch überwacht wird das Gebiet nicht. Im vergangenen November haben Gemeindevertreter, Geologen und Mitarbeiter des Schifffahrtsamts festgestellt, dass es im Gebiet nebst losen Felsen auch Wildwechsel gibt. Der eine oder andere Steinschlag wird also von Tieren ausgelöst.

Weil Steine ins Wasser stürzen könnten, empfiehlt die Seepolizei, mit den Booten nicht allzu nahe am Ufer zu fahren.

Kein neues Phänomen

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Felsstürze im Gebiet Lochenzen sind kein neues Phänomen. Bereits im Juni 1997 stürzten dort mehrere hundert Kubik Fels in den Walensee. Der Felssturz hatte sich bereits einen Tag vorher angekündigt, als Mitarbeiter der Steinbruchfirma ungewöhnliche Risse im Fels feststellten. Die Arbeiten wurden sofort eingestellt und eine Überwachung des Gebiets durch Geologen veranlasst. Verletzt wurde damals niemand.

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