Aus Abfall wird Gold

300 Kilo Gold und 6 Tonnen Silber gelangen in der Schweiz jedes Jahr mit dem Kehrichtsack in die Verbrennungsanlage. Ingenieuren der Hochschule Rapperswil ist es gelungen, die Edelmetall wieder aus der Schlacke zu entfernen. Eine Tonne Schlacke hat immerhin noch einen Wert von 65 Franken.

In einem ersten Schritt wird die noch warme Kehrichtschlacke gesiebt. Von den grossen Teilen werden die Eisenmetalle abgetrennt. Das schreibt das Gesetz so vor. Für die kleinen Teile – kleiner als 4 Millimeter Durchmesser – gibt es bis jetzt noch keine Vorschriften. «Braucht es auch nicht», ist Ingenieur Rainer Bunge von der Hochschule für Technik Rapperswil (HRS) überzeugt. Weil der Anteil an Edelmetallen und Kupfer in der Schlacke grösser sei als in einer Erzmine, lohne sich die Rückgewinnung.

Und diese Rückgewinnung wird in einer überdimensionierten mechanischen Goldwasch-Pfanne gemacht mit Hilfe eines Zentrifugal-Dichtesortierers. Schwerere Metallpartikel bleiben in der Pfanne, die leichteren Schlacketeile werden abgetrennt.

Am Schluss bleibt ein Konzentrat an verschiedenen Metallen zurück, das pro Tonne immerhin einen Wert von 2000 Franken hat.